Deutsche Nationalmannschaft: Klopp sieht Luft nach oben

Jürgen Klopp sprach nach seinem Debüt als Bundestrainer über Leistung, Verletzungen und Verbesserungsbedarf. | Foto: Anouar Touir

Fußball. Die deutsche Nationalmannschaft ist beim Debüt von Bundestrainer Jürgen Klopp in die UEFA Nations League gestartet. In Amsterdam spielte die DFB-Auswahl gegen die Niederlande 1:1 (1:0). Nach der Partie sprach Klopp über die Leistung seiner Mannschaft, Verletzungen und die nächsten Entscheidungen im Kader.

Klopp nennt Intensität und Leidenschaft

Mit der Einstellung seines Teams zeigte sich Klopp grundsätzlich zufrieden. Intensität, Bereitschaft und Leidenschaft seien gut gewesen, auch fußballerische Details habe er positiv gesehen. Zugleich bemängelte der Bundestrainer, dass die deutsche Mannschaft in Phasen niederländischer Dominanz zu wenig Fußball gespielt habe und dadurch unter Druck geraten sei.

Der Ausgleich sei aus seiner Sicht nicht unverdient gewesen. Klopp sagte, die Mannschaft sei „noch nicht in Richtung Perfektion unterwegs“ gewesen. Es gebe weiterhin viel Spielraum für Verbesserungen.

Konterchancen und taktische Abläufe

Als Ansatzpunkte nannte Klopp vor allem die Nutzung von Konterchancen. In der ersten Halbzeit hätte Deutschland nach seiner Einschätzung das zweite Tor erzielen müssen. Wenn Abläufe noch nicht vollständig verinnerlicht seien, müsse eine Mannschaft kämpfen; das habe sein Team getan.

Verbesserungsbedarf sieht Klopp bei den Automatismen, insbesondere im Spiel gegen den Ball. Die Abläufe könnten noch nicht selbstverständlich sein. Klopp sprach von fehlender taktischer Sicherheit, zugleich aber von vielen Eindrücken, mit denen er weiterarbeiten könne.

Musiala und Havertz werden untersucht

Zu den Verletzungen von Jamal Musiala und Kai Havertz erklärte Klopp, bei beiden handle es sich um muskuläre Probleme. Beide Spieler seien im MRT. Er hoffe, dass es nichts Schwerwiegendes sei und sie zügig wieder einsatzfähig würden. Für das nächste Spiel gegen Griechenland seien beide wahrscheinlich keine Option.

Ob Jonathan Burkardt oder Nick Woltemade nachnominiert werden könnten, ließ Klopp offen. Man warte zunächst ab, denke aber neu nach. „Wir können es und sollten es auch machen“, sagte er.

Diskussion um deutsches Tor

Zum deutschen Treffer, über den sich die Niederländer wegen des am Boden liegenden Brian Brobbey beschwerten, verwies Klopp auf die Regel. Demnach unterbreche der Schiedsrichter das Spiel, nicht die Spieler. Er würde seiner Mannschaft ebenfalls sagen, dass sie weiterspielen müsse. Ein schlechtes Gewissen habe er nicht, sagte Klopp.

Torhüter Marc-André ter Stegen bescheinigte Klopp eine „sehr, sehr gute Leistung“. Weniger Chancen hätte die deutsche Mannschaft aus seiner Sicht zugelassen, wenn sie in Ballbesitz klarer agiert hätte. Mit Blick auf die kommenden Spiele sagte Klopp, man befinde sich in einem Ergebnissport und wolle „nicht die nächsten 500 Spiele Unentschieden spielen“. [red]

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Fußball im Südwesten: Vereinsnachrichten & Ergebnisse aus Rheinhessen

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