Amerika – Traum und Wirklichkeit: Dreiteiler startet am 9. Juni im ZDF

Amerika – Traum und Wirklichkeit: Der ZDF-Dreiteiler begleitet eine Reise quer durch die USA und fragt, wie viel vom Gründungsversprechen heute noch trägt. | Foto: beetz brothers film production
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Amerika – Traum und Wirklichkeit. 250 Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung schaut ein neuer Dreiteiler auf das Land zwischen großem Versprechen und tiefer Verunsicherung. Los geht es am 9. Juni um 20.15 Uhr im ZDF, ab 5 Uhr läuft die Reihe auch im ZDF-Streaming.

Die drei Filme nehmen das bekannte Ideal „Life, Liberty and the pursuit of Happiness“, Leben, Freiheit und das Streben nach Glück, als Ausgangspunkt. Und sie stellen die Frage, wie viel davon heute noch trägt in einer Gesellschaft, die als so gespalten beschrieben wird wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Amerika – Traum und Wirklichkeit: Unterwegs von Texas bis Washington

Für die Reihe reisen die Regisseure Jan Tenhaven und Jens Strohschnieder quer durch die USA und darüber hinaus, unter anderem durch Grenzregionen in Texas, nach New York, Alabama und ins Silicon Valley, außerdem nach Washington, Miami und Ecuador. Im Mittelpunkt steht eine Bestandsaufnahme zum Jubiläumsjahr 2026.

Dabei kommen viele Stimmen zusammen, darunter Aktivistinnen und Aktivisten, Migrantinnen und Migranten, Unternehmerinnen und Unternehmer, Waffenlobbyisten, Historikerinnen und Historiker sowie Politikerinnen und Politiker und weitere Expertinnen und Experten. Eine davon ist Joy Davis, Nachfahrin von versklavten Menschen in Alabama, die über die Gründungserzählung sagt: „Das ist nur Tinte auf Papier. Das galt nicht für Menschen, die aussehen wie ich.“

Worum es inhaltlich geht, und warum es wehtut

Der Dreiteiler stellt die Widersprüche der amerikanischen Geschichte nebeneinander: Freiheit und Ausgrenzung, Aufstieg und Ungleichheit, demokratischer Anspruch und gesellschaftliche Gewalt. Außerdem geht es um die Frage, für wen das Versprechen von Freiheit und Gleichheit je gegolten hat, und wem es bis heute verwehrt bleibt.

Gleichzeitig bleibt das Land für viele ein Ort der Möglichkeiten. Die aus Iran eingewanderte Schönheitschirurgin Sheila Nazarian bringt das in einem Satz auf den Punkt: „Man kann immer was besser machen. Aber nennen Sie mir ein Land, das besser ist!“

Die Regisseure über den Blick aufs Land

Jens Strohschnieder verbindet das Thema auch mit der eigenen Biografie und sagt: „Die USA haben mich immer fasziniert, ich bin dort zur Schule gegangen, mein Sohn ist Amerikaner und Deutscher. Und wie viele Menschen, gerade in Deutschland, stelle ich auch mir die Frage: Wie geht das jetzt weiter dort? Kann man vielleicht aus der Geschichte des Landes besser verstehen, was dort passiert? Und ich glaube: Ja!“

Jan Tenhaven setzt den Fokus auf den Gegensatz zwischen Mythos und Realität und verweist auf den berühmten Satz „All men are created equal“, Alle Menschen sind gleich. „Mich hat interessiert: Wie viel davon ist Mythos und wie viel ist Wahrheit? Diese Frage zieht sich durch alle drei Filme“, sagt Tenhaven.

Sendetermine im Überblick

Der Dreiteiler „Amerika – Traum und Wirklichkeit“ läuft am 9. Juni ab 20.15 Uhr im ZDF. Ab 9. Juni um 5 Uhr stehen die drei 45-minütigen Folgen auch im ZDF-Streaming bereit. [red]

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Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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