Zwischen uns die Wahrheit: 37° über Misstrauen und Zerreißproben
- Zwischen uns die Wahrheit bringt das Thema Vertrauensverlust in Medien und Politik auf den Punkt. Der 37°-Film begleitet mehrere Menschen und ihre sehr unterschiedlichen Wege durch die Polarisierung.
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Zwischen uns die Wahrheit. Wenn in Familien und Freundschaften plötzlich jede Seite an eine andere Wirklichkeit glaubt, wird es persönlich. Die 37°-Doku „Zwischen uns die Wahrheit“ läuft am 4. August um 22.15 Uhr im ZDF.
Der Film von Max Damm schaut darauf, wie Debatten über Corona, Kriege oder vermeintliche Interessen Beziehungen belasten können. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die nach Orientierung suchen, während Vertrauen in Medien, Politik und Institutionen schwindet.
Zwischen uns die Wahrheit: Drei persönliche Perspektiven
Eine der Geschichten folgt Fritz Düker, Oralchirurg und Lokalpolitiker aus Offenburg. Seit der Corona-Pandemie tritt er öffentlich als Kritiker staatlicher Maßnahmen auf, wurde wegen des Ausstellens unrechtmäßiger Maskenatteste zu einer Geldstrafe verurteilt und lässt den Film in seinen Alltag, in Stadtratssitzungen und zu Demonstrationen. Parallel erzählt die Doku von Cecilia, die um die Beziehung zu ihrer Mutter ringt, seit sich deren Blick auf die Welt seit der Pandemie stark verändert hat. „Ich habe Angst, meine Mutter zu verlieren“, sagt Cecilia.
Wenn alternative Erzählungen Halt geben
Claudia kennt Misstrauen und alternative Wahrheiten aus eigener Erfahrung: Jahrelang war sie Teil einer christlichen Gemeinschaft, die über einen eigenen Onlinesender von „Satansritualen beim Euro-Vision-Song-Contest“ und einer „geheimen Weltregierung“ sprach. Sie arbeitete selbst in der Redaktion mit und blickt heute mit Distanz auf diese Zeit.
Die Doku bleibt dabei nicht bei Zuschreibungen stehen, sondern fragt, warum Menschen solchen Deutungsmustern folgen und was das in engen Beziehungen auslöst. Und sie stellt die größere Frage: Was passiert mit uns als Gesellschaft, wenn wir einander nicht mehr glauben?
Gespräch über Wahrheit, Vertrauen und Verantwortung
Neben den Protagonistinnen und Protagonisten weitet „Zwischen uns die Wahrheit“ den Blick mit der Transformationsforscherin Maja Göpel, dem Soziologen Hartmut Rosa, dem Philosophen Philipp Hübl und der Journalistin Nena Brockhaus. Im Zentrum stehen Fragen danach, was „Wahrheit“ bedeutet, wie sie entsteht und welche Verantwortung Medien, Politik und Institutionen in Zeiten wachsender Polarisierung tragen. [red]
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |