Zwei Jungen sterben in Freibädern – DLRG richtet dringenden Appell an Eltern

Eltern müssen ihre Kinder im Schwimmbad stets im Blick behalten. (Symbolbild) | Foto: Sven Hoppe/dpa
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Rheinland-Pfalz. Nach zwei tödlichen Badeunfällen am Wochenende wächst die Sorge um die Sicherheit von Kindern in Freibädern. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft ruft Eltern zu besonders aufmerksamer Aufsicht auf.

Am Samstag, 23. Mai, und Sonntag, 24. Mai, kamen in rheinland-pfälzischen Freibädern zwei Jungen ums Leben. In Ludwigshafen wurde ein vierjähriges Kind im Willersinn-Freibad leblos im Wasser gefunden und starb trotz Reanimationsversuchen. In Birlenbach im Rhein-Lahn-Kreis wurde ein elfjähriger Junge aus dem Wasser gerettet und in ein Krankenhaus gebracht. Dort starb er später. Wie es zu den Unglücken kam, ist nach Angaben der Ermittler noch unklar.

Die DLRG betont, dass die Verantwortung im Schwimmbad in erster Linie bei den Eltern liegt. „Die Aufsichtspflicht liegt auch im Schwimmbad bei den Eltern“, sagte Marco Vogt, Pressesprecher des DLRG-Landesverbands Rheinland-Pfalz.

Warum Kinder im Becken leicht übersehen werden

Auch wenn Bademeister vor Ort sind, können sie nicht jeden Badegast ständig im Blick behalten. Gerade bei großem Andrang sei das unmöglich. In einem Becken mit vielen Menschen könne ein Kind schnell untergehen oder unbemerkt unter Wasser geraten.

Nach Angaben der DLRG wirken Badeunfälle oft unspektakulär. Ein reglos treibender Körper werde im Gedränge manchmal erst spät bemerkt. Dann komme Hilfe häufig zu spät.

Diese Sicherheitsregeln empfiehlt die DLRG

  • Kinder ohne Schwimmkenntnisse ständig im Blick behalten.
  • Auch mit Schwimmhilfen nie unbeaufsichtigt lassen.
  • Wenn möglich eine Schwimmweste statt Schwimmflügel verwenden.
  • Schwimmen möglichst früh in einem sicheren Becken lernen.

Schwimmflügel können sich nach Angaben des Experten etwa beim Sprung ins Wasser vom Arm lösen. Eine Schwimmweste biete daher meist mehr Sicherheit.

Viele Kinder können nicht schwimmen

Ein weiteres Problem ist der Mangel an Schwimmbädern. Laut DLRG können viele Kinder deshalb erst spät oder gar nicht schwimmen lernen. Etwa im Alter von acht oder neun Jahren sind Kinder koordinativ meist in der Lage, das Schwimmen zu erlernen.

Trotzdem können rund 60 Prozent der Kinder ab neun Jahren nicht schwimmen. Die Wartelisten für Kurse sind vielerorts lang. Teilweise müssen Familien bis zu zwei Jahre auf einen Platz warten.

Nach Einschätzung der DLRG sollte das Schwimmenlernen grundsätzlich in einem gesicherten Becken stattfinden. In Seen oder Flüssen sei das deutlich gefährlicher. dpa/red

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Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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