Zur Sache Rheinland-Pfalz!: AfD erstmals vor SPD, CDU bleibt vorn
- Zur Sache Rheinland-Pfalz ordnet neue Zahlen zur Sonntagsfrage in Rheinland-Pfalz ein. Im Mittelpunkt stehen CDU, AfD und SPD.
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Zur Sache Rheinland-Pfalz. Im aktuellen Rheinland-Pfalz-Trend bleibt die CDU in der Sonntagsfrage stärkste Kraft, aber das auffälligste Signal liegt dahinter. Erstmals zieht die AfD an der SPD vorbei.
In der Umfrage kommt die CDU auf 28 Prozent und bleibt damit unter ihrem Ergebnis der Landtagswahl im März (31,0 Prozent). Die AfD landet bei 24 Prozent, die SPD bei 19 Prozent. Das SWR Politikmagazin Zur Sache Rheinland-Pfalz ordnet die 24 Prozent als höchsten je gemessenen AfD-Wert im Rheinland-Pfalz-Trend ein, während die SPD ihren bislang niedrigsten Wert erreicht.
Zur Sache Rheinland-Pfalz: Wann die Ergebnisse im TV laufen
Die ausführlichen Ergebnisse zeigt das Politikmagazin am 20. August ab 20.15 Uhr im SWR-Fernsehprogramm. Grundlage ist eine repräsentative Telefon- und Online-Befragung von Infratest dimap unter 1.158 wahlberechtigten Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzern.
Neben den drei größten Parteien liegen die Grünen bei 11 Prozent, Die Linke bei 5 Prozent. Freie Wähler und FDP kommen jeweils auf 3 Prozent. Bei der Landtagswahl im März schafften Linke, Freie Wähler und FDP den Einzug ins Parlament nicht.
Wie die neue Landesregierung ankommt
Knapp 100 Tage nach Bildung der schwarz-roten Landesregierung äußert sich ein Drittel der Befragten zufrieden mit der Arbeit der Koalition aus CDU und SPD. 54 Prozent sind unzufrieden.
30 Prozent finden, die Landesregierung habe seit der Regierungsübernahme erste Schritte für eine andere Politik eingeschlagen, 55 Prozent sehen das nicht. 49 Prozent zweifeln daran, dass es klare Konzepte zur Entwicklung des Bundeslands für die kommenden fünf Jahre gibt, 38 Prozent stimmen eher zu.
Was viele gerade als wichtigste Themen nennen
Als wichtigste landespolitische Aufgabe nennen 27 Prozent weiter die Bildungspolitik, im Vergleich zur Januar-Umfrage sind das 2 Prozentpunkte weniger. Je 18 Prozent halten Mobilität und Verkehr sowie Fragen der Zuwanderung für am relevantesten.
Vor dem Hintergrund von Hitzewellen und Trockenheit gewinnt der Bereich Umweltschutz und Klimawandel deutlich an Gewicht. 17 Prozent nennen ihn als zentrales Thema, ein Plus von 13 Prozentpunkten gegenüber Januar.
Wirtschaft und Vertrauen in Parteien
Auch die wirtschaftliche Stimmung trübt sich ein: 70 Prozent bewerten die wirtschaftliche Lage in Rheinland-Pfalz für sich als weniger gut oder schlecht, 26 Prozent sehen sie positiv. Im Vergleich zur Landtagswahl sind das plus 9 beziehungsweise minus 8 Prozentpunkte.
Beim Vertrauen in die Lösungskompetenz verliert vor allem die SPD: 10 Prozent trauen ihr zu, die wichtigsten Aufgaben im Land lösen zu können, im März waren es 24 Prozent. Der CDU trauen das 25 Prozent zu, 4 Punkte weniger als im März. 28 Prozent sagen, sie trauten keiner Partei zu, die wichtigsten Aufgaben in Rheinland-Pfalz zu lösen. [red]
Autor:Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern |