Zug-Stopp bei Deutscher Bahn in Deutschland: Folgen bis Mittwochmorgen
- Leere Züge am Bahnhof Rosenheim in Bayern.
- Foto: Uwe Lein/dpa
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Deutschland. Viele Reisende mussten in der Nacht auf Mittwoch, 24. Juni, lange warten oder strandeten ganz. Eine bundesweite Störung bei der Deutschen Bahn hat den Zugverkehr am späten Dienstagabend, 23. Juni, für rund zwei Stunden nahezu komplett gestoppt.
Nach Angaben eines Bahnsprechers lag die Ursache in einer Störung des digitalen Bahnfunksystems GSM R. Erst gegen 0.30 Uhr am Mittwoch konnten die ersten Züge wieder fahren. Der Verkehr lief anschließend nur schrittweise wieder an.
Auch am frühen Morgen mussten Pendler weiter mit Problemen rechnen. Die DB Regio Mitte teilte mit, dass bis mindestens 6 Uhr mit hohen Folgeverspätungen und kurzfristigen Zugausfällen gerechnet werden müsse. Auch in Nordrhein Westfalen warnte die Bahn nach dem Ende der Störung vor anhaltenden Verzögerungen im Betrieb.
Reisende berichten von langen Warteschlangen
Viele Fahrgäste saßen während der Störung an Bahnhöfen fest. Vor allem an den Informationsschaltern bildeten sich lange Warteschlangen. Teilweise gab es nur wenige aktuelle Durchsagen.
Die Bahn stellte nach eigenen Angaben Taxi und Hotelgutscheine aus. In Frankfurt am Main berichteten Reisende jedoch, dass in der Stadt zeitweise keine freien Hotelzimmer mehr verfügbar gewesen seien. Gleichzeitig fuhr ein ICE nach Mannheim und Stuttgart nahezu ohne Passagiere ab, obwohl zahlreiche Menschen noch auf Informationen warteten.
Am Berliner Hauptbahnhof klagten Fahrgäste ebenfalls über fehlende Auskünfte. Bahnmitarbeiter vor Ort seien jedoch freundlich und ansprechbar gewesen.
Auch S Bahnen und Güterverkehr betroffen
Die Störung betraf nicht nur Fern und Regionalzüge. Auch S Bahnen der Deutschen Bahn sowie Züge privater Bahnunternehmen standen zeitweise still. In Berlin und Stuttgart wurde der gesamte S Bahn Verkehr vorübergehend eingestellt.
Ebenfalls betroffen war der Güterverkehr, der vor allem nachts unterwegs ist. Der Verband der privaten Güterbahnen fordert deshalb eine genaue Aufarbeitung des Vorfalls. Die Ursache dürfe nicht allein durch Angaben der Infrastrukturbetreiberin DB InfraGo erklärt werden.
Die Deutsche Bahn teilte mit, IT Experten hätten die Störung in der Nacht identifiziert und behoben. Laut Bahn Chefin Evelyn Palla wurde die Lage mit einem Notfallsystem stabilisiert.
Das Bahnfunksystem GSM R ist das zentrale Kommunikationsnetz im Bahnbetrieb. Es ersetzt frühere analoge Funksysteme und ermöglicht unter anderem sichere Gruppenrufe sowie den direkten Kontakt zu Fahrdienstleitern. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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