Zitrone im Kühlschrank: Dieser Lagerfehler kostet Aroma und Frische
- Wer Zitronen im Kühlschrank lagert sollte diese schnell wieder da rausholen!
- Foto: Heike Schwitalla
- hochgeladen von Sarah Isele
Zitrone im Kühlschrank. Zitronen landen nach dem Einkauf oft ganz automatisch im Kühlschrank. Genau das ist aber meist keine gute Idee: Die Früchte halten zwar länger, verlieren dort jedoch an Aroma, Geschmack und mitunter sogar an Qualität. Wer Zitronen richtig lagert, kann Frische und Duft deutlich besser bewahren und muss nur in einem Fall wirklich auf den Kühlschrank setzen.
Zitronen gehören für viele einfach in die Küche: ins Wasser, ins Dressing, in Kuchen oder an mediterrane Gerichte. Bei der Lagerung passiert allerdings oft derselbe Fehler, denn obwohl Zitrusfrüchte robust wirken, reagieren sie empfindlich auf zu viel Kälte. Gerade ganze Zitronen sind im Kühlschrank meistens schlechter aufgehoben als an einem kühlen, dunklen Ort.
Soll man Zitronen im Kühlschrank lagern?
Ob man Zitronen im Kühlschrank lagern sollte, hängt von ihrem Zustand ab. Utopia rät klar davon ab, ganze Zitronen dauerhaft im Kühlschrank zu lagern, weil die niedrigen Temperaturen das Aroma beeinträchtigen. Zitronen stammen aus warmen Regionen und kommen mit starker Kälte nicht gut zurecht. Zwar bleiben sie im Kühlschrank oft drei bis vier Wochen oder sogar mehrere Wochen haltbar, geschmacklich zahlen sie dafür aber einen Preis.
Anders sieht es bei bereits angeschnittenen Zitronen aus. Sobald die Frucht halbiert oder aufgeschnitten ist, sollte sie gekühlt gelagert und innerhalb von ein bis drei Tagen verbraucht werden. Die Schnittfläche macht die Zitrone anfälliger für Austrocknung und Keime. In diesem Fall ist der Kühlschrank das kleinere Übel, auch wenn etwas Aroma verloren gehen kann.
Was passiert, wenn man Zitronen in den Kühlschrank legt?
Der wichtigste Effekt ist Aromaverlust. Laut Lubera sitzen Duft und Geschmack der Zitrone vor allem in den ätherischen Ölen der Schale und genau diese reagieren empfindlich auf Kälte. Die Frucht riecht schwächer, schmeckt flacher und bringt beim Kochen, Backen oder im Zitronenwasser deutlich weniger Frische mit.
Dazu können bei zu kalter Lagerung sogar Kälteschäden kommen. Braune Flecken auf der Schale, weicheres Fruchtfleisch und ein bitterer Geschmack können Anzeichen davon sein. Zusätzlich gehen mit längerer Kühllagerung immer mehr ätherische Öle verloren.
Kann man Zitronen ins Gemüsefach legen?
Technisch kann man Zitronen ins Gemüsefach legen, empfohlen wird es für ganze Zitronen aber eher nicht. Das Gemüsefach ist im Kühlschrank zwar der klassische Platz für frische Lebensmittel, für Zitronen ist es meist dennoch zu kalt. Gerade ganze Früchte verlieren dort Aroma, obwohl sie länger haltbar bleiben. Deshalb gilt das Gemüsefach nicht als idealer Aufbewahrungsort für unangeschnittene Zitronen.
Wenn Zitronen bereits angeschnitten sind, ist eine kühle Lagerung dagegen sinnvoll. Halbe Zitronen sollte man eher im oberen Kühlschrankfach lagern, weil es dort nicht ganz so kalt ist. Wichtig ist außerdem, die Schnittfläche zu schützen, etwa mit der Schnittseite nach unten auf einem Teller oder abgedeckt in einer Dose.
Wo werden Zitronen am besten aufbewahrt?
Am besten liegen ganze Zitronen an einem dunklen, kühlen und luftigen Ort. Gut eignen sich dafür vor allem Keller, Speisekammer oder ein schattiger Platz ohne direkte Sonne und ohne Heizungsluft. Ideal sind Temperaturen von etwa 10 bis 15 Grad Celsius. Dort behalten die Früchte ihr Aroma besser als im Kühlschrank und verderben trotzdem nicht so schnell.
Wichtig ist außerdem, Zitronen nicht zu eng nebeneinander zu lagern. Etwas Abstand verbessert die Luftzirkulation und senkt das Schimmelrisiko. Hilfreich kann Zeitungspapier unter den Früchten sein, weil es überschüssige Feuchtigkeit aufnimmt. Falls größere Mengen vorhanden sind, lassen sich Zitronen auch einfrieren – im Ganzen, in Scheiben oder als Saft.
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |
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