Zeckenstiche vermeiden: So schützt man sich im Frühling

Zeckenstiche vermeiden: FSME und Borreliose: Diese beiden Erkrankungen können Zecken übertragen, wenn sie selbst mit den Erregern infiziert sind.  | Foto: dpa
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Zeckenstiche vermeiden. Wer im Frühling durch Wald, Park oder Garten geht, kann mit einfacher Kleidung, Insektenschutz und einem schnellen Check nach dem Spaziergang das Risiko für Borreliose oder FSME deutlich senken. Zecken sitzen meist im Gras oder in niedrigem Gebüsch und gelangen beim Vorbeistreifen auf die Haut. Mit einigen einfachen Vorsichtsmaßnahmen lässt sich der Kontakt oft verhindern.

Zecken fallen nicht von Bäumen. Meist sitzen sie weniger als einen Meter hoch in Gras oder Gebüsch. Gelangen sie auf den Körper, krabbeln sie häufig erst eine Weile herum, bis sie eine passende Einstichstelle gefunden haben.

Zeckenstiche vermeiden: Geschlossene Kleidung erschwert Zecken den Weg

Kleidung kann bereits viel Schutz bieten. Besonders in hohem Gras oder Unterholz wird empfohlen, möglichst wenig Haut freizulassen.

  • geschlossene Schuhe tragen
  • lange Hosen und lange Ärmel wählen
  • Hosenbeine in die Socken stecken
  • helle Kleidung anziehen, damit Zecken schneller auffallen

Helle Stoffe erleichtern es, krabbelnde Tiere früh zu entdecken und zu entfernen.

Insektenschutz hält auch Zecken fern

Insektenschutzmittel mit den Wirkstoffen DEET oder Icaridin können nicht nur Mücken, sondern auch Zecken fernhalten. Je nach Produkt lässt die Wirkung nach zwei bis vier Stunden nach und muss dann erneuert werden.

Nach dem Spaziergang den Körper absuchen

Nach Aufenthalten im Grünen lohnt sich ein genauer Blick auf typische Stichstellen. Zecken bevorzugen warme und geschützte Hautbereiche mit dünner Haut. Dazu zählen unter anderem Achselhöhlen, Bauchnabel, Kniekehlen oder der Genitalbereich. Bei Kindern werden Zecken laut Apothekerkammer Niedersachsen häufiger am Kopf oder im Nacken gefunden.

Zecken möglichst schnell entfernen

Wird eine Zecke entdeckt, sollte sie zügig entfernt werden. Je länger sie saugt, desto größer wird das Risiko, dass Borreliose-Bakterien übertragen werden. FSME-Viren können dagegen bereits beim Stich übertragen werden. Allerdings ist nicht jede Zecke infiziert. Zum Entfernen eignen sich Zeckenzange, Zeckenkarte oder eine Pinzette. Das Tier wird möglichst nah am Mundwerkzeug gefasst und vorsichtig gerade herausgezogen. Quetschen, Drehen oder Hausmittel wie Öl oder Klebstoff gelten als ungeeignet, weil dadurch mehr infektiöse Flüssigkeit in die Wunde gelangen kann.

Einstichstelle beobachten

Nach dem Entfernen wird empfohlen, die Stelle zu desinfizieren, zu fotografieren und das Datum des Stichs zu notieren. In den folgenden Tagen und Wochen sollte die Haut beobachtet werden. Ein mögliches Anzeichen für Borreliose ist eine kreisförmige Rötung, die sich ausbreitet und einen Durchmesser von bis zu 20 Zentimetern erreichen kann. Auch grippeähnliche Beschwerden, Kopfschmerzen oder Entzündungen gelten als mögliche Warnzeichen. In solchen Fällen ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.

FSME‑Impfschutz in Risikogebieten prüfen

FSME kann Entzündungen von Gehirn und Hirnhäuten verursachen. Besonders viele infizierte Zecken kommen in bestimmten Regionen vor. Dazu zählen nach Angaben des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter anderem Baden‑Württemberg, Bayern, das südliche Hessen, das südöstliche Thüringen, Sachsen und Teile Brandenburgs.

Wer in diesen Gebieten lebt oder dort Urlaub macht und häufiger mit Zecken in Kontakt kommen kann, für den empfiehlt die Ständige Impfkommission eine FSME‑Impfung. Bereits rund 14 Tage nach der zweiten von insgesamt drei Impfungen besteht bei den meisten Menschen ein Schutz, der zunächst für die laufende Zeckensaison ausreicht. dpa/red

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Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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