ZDF-Politbarometer: 75 Prozent wollen die Rente mit 63 behalten
- ZDF-Politbarometer: Eine klare Mehrheit der Befragten spricht sich gegen die Abschaffung der Rente mit 63 aus.
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ZDF-Politbarometer. Die geplante Abschaffung der Rente mit 63 stößt in Deutschland auf breite Ablehnung. 75 Prozent sprechen sich dagegen aus, nur 20 Prozent halten den Schritt für richtig.
Die Werte ziehen sich laut Umfrage durch alle Parteianhängerschaften, wenn auch in unterschiedlicher Stärke. Grundlage sind Interviews mit 1.319 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten, erhoben vom 17. bis 19. August telefonisch und online.
ZDF-Politbarometer: AfD vor CDU, Schwarz-Rot ohne Mehrheit
In der Sonntagsfrage bleibt die AfD stärkste Kraft. Sie käme auf 27 Prozent, die CDU/CSU auf 22 Prozent, beide jeweils mit einem Minus von einem Punkt.
Die SPD liegt unverändert bei 12 Prozent, die Grünen verbessern sich leicht auf 14 Prozent. Die Linke steht weiter bei 12 Prozent, die FDP bei 4 Prozent, alle anderen zusammen bei 9 Prozent, dabei erreicht keine einzelne Partei mindestens drei Prozent.
Politik-Topwerte und Zweifel am Rückhalt in den Parteien
Bei der Bewertung nach Sympathie und Leistung liegt Verteidigungsminister Boris Pistorius mit 1,3 weiter auf Platz eins. Es folgen Cem Özdemir mit 0,9 und Johann Wadephul mit 0,1, danach rutschen mehrere Namen in den Negativbereich.
Friedrich Merz erreicht mit minus 1,9 einen neuen persönlichen Negativrekord, Schlusslicht bleibt Alice Weidel mit minus 2,5. Gleichzeitig geben 75 Prozent an, mit Merz als Kanzler unzufrieden zu sein, zufrieden sind 20 Prozent.
Wie die Befragten auf AfD-Regierung und Brandmauer blicken
Mit Blick auf die Landtagswahlen im Osten finden 64 Prozent es schlecht, wenn die AfD in einem ostdeutschen Bundesland den Ministerpräsidenten stellen würde. 23 Prozent fänden das gut, 11 Prozent wäre es egal.
60 Prozent erwarten dann eine schlechtere Politik in dem Bundesland, 17 Prozent eine bessere und 17 Prozent keinen großen Unterschied. Im Westen rechnen 62 Prozent mit einer schlechteren Politik, im Osten 50 Prozent.
Klimawandel: Große Mehrheit rechnet mit starken Schäden
Bei den Folgen des Klimawandels zeigt sich eine deutliche Mehrheit: 69 Prozent erwarten starke Schäden für die Wirtschaft, 72 Prozent für die Gesundheit der Menschen und 81 Prozent für Natur und Umwelt. Diese Einschätzung teilen Mehrheiten in allen Altersgruppen sowie in allen Parteianhängergruppen außer der der AfD.
Beim Hitzeschutz glauben nur 19 Prozent, dass die Politik ausreichend Maßnahmen ergreifen wird, um auf zukünftige Hitzewellen gut vorbereitet zu sein. 75 Prozent glauben das nicht. [red]
Autor:Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern |