Woodwalkers: Rauchfrei-Siegel 2026 für die ersten beiden Filme
- Woodwalkers: Die ersten beiden Filme der Reihe erhalten das Rauchfrei-Siegel 2026 für ihren Verzicht auf Tabak- und Nikotindarstellungen.
- Foto: Deutsche Krebshilfe
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Woodwalkers. Die Fantasy-Filme gehen beim Thema Rauchen einen ungewöhnlich klaren Weg: In Teil 1 und 2 kommt kein Tabak und kein Nikotinprodukt vor. Dafür erhalten beide Filme das Rauchfrei-Siegel 2026, vergeben von der Deutschen Krebshilfe gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Nichtrauchen.
Die Auszeichnung setzt ein Zeichen, weil Darstellungen von Tabakkonsum in Film und Fernsehen weiterhin häufig sind. Gerade bei Stoffen für Kinder und Jugendliche soll das eine Rolle spielen.
Warum das Siegel diesmal besonders im Fokus steht
„Rauchen ist in Filmen und Fernsehserien immer noch weit verbreitet und trägt mit dazu bei, dass es in unserer Gesellschaft als völlig normal empfunden wird“, so Gerd Nettekoven, Vorstand der Deutschen Krebshilfe. „Aber Rauchen ist nicht normal. Rauchen verursacht Krebs. Rauchen tötet. Daher ist es so wichtig, dass insbesondere in Filmen für Kinder und Jugendliche keine Zigaretten oder andere Nikotinprodukte zu sehen sind.“
Dass ausgerechnet eine Fantasy-Reihe diesen Schritt so konsequent geht, macht den Punkt greifbar: „Woodwalkers“ zeigt keine Rauchszenen und gilt damit laut Deutscher Krebshilfe als Vorbild, besonders für junge Menschen.
Woodwalkers: Worum es in den Filmen geht
Die Filme basieren auf der Buchreihe von Katja Brandis. Im Mittelpunkt steht der Teenager Carag, der sich in einen Puma verwandeln kann und dieses Talent vor seiner Pflegefamilie geheim hält. Erst an einer Schule, an der er andere Gestaltwandler trifft, fühlt er sich zugehörig. Dort lernt Carag, seine Kräfte zu kontrollieren, und findet nach eigener Geschichte zum ersten Mal echte Freunde.
Produktion: Keine Zigaretten, um Carags Geschichte zu erzählen
Auch das Team hinter den Filmen betont den bewussten Verzicht. „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung der Deutschen Krebshilfe“, so Blue Eyes Fiction. „Für uns ist ganz klar, dass in „Woodwalkers“ keine Zigaretten vorkommen sollen. Um die Geschichte von Carag zu erzählen, die von Freundschaft, Vertrauen und Mut handelt, benötigen wir sicher keine Rauchszenen.“
Was Forschung und Zahlen zur Wirkung von Rauchszenen sagen
Rund sieben Prozent der 12- bis 17-Jährigen greifen regelmäßig zur Zigarette. Reiner Hanewinkel, Leiter des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord), verweist dabei auch auf Vorbilder in den Medien: Wenn Jugendliche häufig Filme mit rauchenden Charakteren sehen, greifen sie selbst eher zur Zigarette.
Seit 2003 vergibt die Deutsche Krebshilfe das Rauchfrei-Siegel gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Nichtrauchen an Produktionen ohne Tabakdarstellungen. Professorin Sabina Ulbricht, Vorstandsvorsitzende des Aktionsbündnis Nichtrauchen, sagt: „Noch immer wird zu häufig im deutschen Fernsehen geraucht. Besonders besorgniserregend ist das in Produktionen ohne Altersbeschränkung und solchen, die bereits für Kinder ab sechs Jahren freigegeben sind.“
Der dritte Teil der Fantasy-Reihe erscheint im Januar 2028. [red]
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |