Wohlbefinden als Single: So gelingen Treffen mit Paaren

Singles, die sich mit ihren Pärchen-Freunden treffen, haben oft den Eindruck: Ich bin hier das fünfte Rad am Wagen. | Foto: dpa
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Wohlbefinden als Single. Wenn im Freundeskreis fast alle in festen Beziehungen leben, fühlen sich Alleinstehende bei gemeinsamen Treffen schnell wie ein fünftes Rad am Wagen. Forschende raten dazu, die eigene Rolle bewusst anders zu sehen und den Fokus stärker auf persönliche Freiheiten zu legen.

Nach Einschätzung von Sabine Diabaté vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) kann ein souveräner Umgang mit der Situation helfen. Wer sich bei Treffen mit Paaren nicht automatisch in die Außenseiterrolle stellt, erlebt gemeinsame Abende häufig entspannter.

Ein wichtiger Punkt ist dabei der Vergleich mit anderen. Ständiges Gegenüberstellen von Paarleben und Single-Alltag belastet eher, während der Blick auf eigene Möglichkeiten entlasten kann. Neben der klassischen Partnerschaft existieren unterschiedliche Lebensmodelle. Für manche ist das Single-Leben sogar eine bewusste Entscheidung.

Offene Kommunikation entlastet Treffen im Freundeskreis

Hilfreich kann laut Diabaté eine klare Kommunikation sein, wenn Gespräche auf Partnersuche oder Beziehungen kommen. Alleinstehende können offen sagen, ob sie darüber sprechen möchten oder nicht.

Auch die verbreitete Sorge, ab einem bestimmten Alter keine Partnerschaft mehr zu finden, relativiert die Soziologin. "Sie sind einfach in einem anderen Lebensabschnitt – und diese Situation kann sich womöglich schnell ändern", so Diabaté.

Für das soziale Gleichgewicht kann es zudem sinnvoll sein, Freundschaften nicht nur mit Paaren zu pflegen. Kontakte zu anderen Singles schaffen ähnliche Lebenssituationen und können emotionale Unterstützung bieten. Entscheidend bleibt die Frage: "Wen brauche ich, wer stützt mich?" Gleichzeitig gehört dazu, diese Beziehungen aktiv zu pflegen.

Aktivitäten wählen, die nicht nach Paarabend wirken

Wenn viele Freunde in Beziehungen leben, beeinflusst auch die Art des Treffens die Stimmung. Statt klassischer Paarabende eignen sich Aktivitäten, bei denen alle gemeinsam beteiligt sind.

  • Spieleabende mit wechselnden Teams
  • gemeinsame Ausflüge oder Spaziergänge
  • Gruppenaktivitäten wie Quiz- oder Kochabende

Solche Formate verhindern, dass sich Paare automatisch zusammenziehen und Gespräche nur innerhalb der Beziehung stattfinden.

Ebenso wichtig ist der Umgang mit Zeiten allein. Wer Hobbys, Interessen und soziale Kontakte aktiv pflegt, erlebt das Alleinsein oft weniger als Mangel. Eine Partnerschaft bleibt für das eigene Wohlbefinden dann nicht die einzige Quelle sozialer Nähe. dpa/red

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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