Weniger Seepferdchen: DLRG warnt – viele Kinder können nicht schwimmen
- Die DLRG hat 2025 in NRW weniger Seepferdchen-Abzeichen vergeben als im Vorjahr. (Symbolbild)
- Foto: Friso Gentsch/dpa
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Nordrhein-Westfalen. Weniger Kinder haben in Nordrhein-Westfalen das erste Schwimmabzeichen geschafft. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft meldet für das vergangene Jahr einen Rückgang beim Seepferdchen. Gleichzeitig nahmen mehr Menschen an Schwimmkursen teil.
Nach Angaben der DLRG wurden 9.932 Seepferdchen-Abzeichen vergeben. Das sind 848 weniger als ein Jahr zuvor. Insgesamt besuchten jedoch 114.820 Menschen Schwimmkurse. Das sind 8.667 Teilnehmer mehr als im Jahr davor. Die meisten Kursteilnehmer waren Kinder. Auch Erwachsene nahmen teil.
Bei den weiterführenden Schwimmabzeichen entwickelte sich die Zahl positiv. In Nordrhein-Westfalen wurden mehr Abzeichen in Bronze, Silber und Gold vergeben als im Vorjahr.
Viele Kinder können nicht sicher schwimmen
Bundesweit vergab die DLRG 96.471 Schwimmabzeichen in Bronze, Silber und Gold. Das ist leicht mehr als im Jahr zuvor. Dennoch warnt die Organisation vor einem grundlegenden Problem. DLRG-Präsidentin Ute Vogt erklärte laut Mitteilung. „Die Zahlen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass insgesamt zu viele Kinder das Schwimmen nicht erlernen.“
Nach Einschätzung der Organisation können fast 60 Prozent der Schülerinnen und Schüler am Ende der vierten Klasse nicht sicher schwimmen.
Zu wenige Schwimmbäder und Unterrichtsausfälle
Als zentrale Ursachen nennt die DLRG mehrere Punkte
- Zu wenige Schwimmbäder zum Lernen und Trainieren
- Langsame Sanierung und Modernisierung vieler Anlagen
- Ausfall von Schwimmunterricht an Grundschulen
- Mangel an Lehrkräften für den Unterricht im Wasser
Schwimmunterricht ist an Grundschulen grundsätzlich vorgesehen. In der Praxis fällt er laut DLRG jedoch häufig aus. Fehlen Bäder in erreichbarer Nähe, wird der Unterricht oft gestrichen.
Die DLRG ist nach eigenen Angaben die größte Wasserrettungsorganisation der Welt. Mehr als 640000 Mitglieder engagieren sich dort. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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