Razzia gegen Drogenhandel im Kreis Germersheim: Jede Menge Bargeld und Drogen kiloweise
- Bei einer großangelegten Drogenrazzia im Landkreis Germersheim stellte die Polizei Cannabis, Amphetamin, Kokain, Bargeld und Waffen sicher. Vier Tatverdächtige sitzen in Untersuchungshaft, ein weiterer wird mit Europäischem Haftbefehl gesucht.
- Foto: Polizeipräsidium Rheinpfalz
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Landkreis Germersheim. Am Mittwoch, 14. Oktober, berichteten die Staatsanwaltschaft Landau und das Polizeipräsidium Rheinpfalz über umfangreiche Ermittlungen gegen eine mutmaßliche Drogenhändlergruppe. Fünf Männer im Alter von 23 bis 32 Jahren sollen mit Cannabis, Amphetamin und Kokain gehandelt haben. Gegen alle Beschuldigten wurden Untersuchungshaftbefehle erlassen.
Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Landau laufen nach Angaben der Polizei bereits seit Juli 2025. Neben einem 23-Jährigen aus dem Landkreis Germersheim gerieten zwei weitere Männer im Alter von 23 und 24 Jahren sowie zwei Männer im Alter von 24 und 32 Jahren ins Visier der Ermittler. Die Kriminalinspektion Landau richtete eine eigene Ermittlungsgruppe ein. In dem Komplex laufen bislang 28 weitere Verfahren gegen mutmaßliche Helfer und Abnehmer. Polizeikräfte vollstreckten in den vergangenen Monaten insgesamt 18 Durchsuchungsbeschlüsse.
Dabei stellten die Beamten rund 46.000 Euro Bargeld, etwa sieben Kilogramm Marihuana, rund 23 Kilogramm Haschisch, etwa drei Kilogramm Amphetamin und rund 260 Gramm Kokain sicher. Außerdem beschlagnahmten sie zwei hochwertige Mercedes-AMG-Fahrzeuge, Datenträger, gefälschte Dokumente sowie Waffen. Darunter waren eine Pfefferpistole und Schlagwerkzeuge.
Untersuchungshaft und ein Flüchtiger
Vier Beschuldigte, zwei 23-Jährige, ein 24-Jähriger und ein 32-Jähriger, wurden festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt. Dieser setzte die Haftbefehle wegen des dringenden Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln beziehungsweise Cannabis in nicht geringen Mengen in Vollzug. Die Männer kamen in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten. Ein weiterer 24-Jähriger soll sich ins Ausland abgesetzt haben und wird mit Europäischem Haftbefehl gesucht.
Schmuggel und Drogenhandel im großen Stil
Den beiden 23-Jährigen wirft die Staatsanwaltschaft unter anderem vor, mehrfach Paletten mit jeweils mindestens 50 Kilogramm Cannabisprodukten getarnt als Stahlteile aus den USA bezogen zu haben. Die Ware soll anschließend vor allem über soziale Netzwerke gewinnbringend verkauft worden sein. Der mutmaßliche Haupttäter soll zudem Amphetamin im zweistelligen Kilobereich selbst hergestellt und verkauft sowie mit mehr als drei Kilogramm Kokain gehandelt haben. Bei seiner Festnahme fanden die Ermittler nach Angaben des Polizeipräsidiums Rheinpfalz mehr als 20 Kilogramm Haschisch, knapp sechs Kilogramm Marihuana, einen Teleskopschlagstock und ein Einhandmesser.
Gegen die beiden 23-Jährigen wurde inzwischen Anklage zur Großen Strafkammer des Landgerichts Landau erhoben. In einem Fall ist die Anklage bereits zur Hauptverhandlung zugelassen. Die Beschuldigten sollen mindestens einen hohen sechsstelligen Betrag eingenommen haben. Im Fall einer Verurteilung können nachgewiesene Umsätze aus den Betäubungsmittelgeschäften eingezogen werden. Die Ermittlungen dauern an.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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