Weniger Mikroplastik beim Waschen: So bleibt Kleidung geschont

Fleece setzt viele Fasern frei: Die raue Oberfläche von Fleecejacken kann beim Waschen besonders viel Mikroplastik abgeben. | Foto: Zacharie Scheurer/dpa-mag
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Weniger Mikroplastik beim Waschen. Dicht gewebte Stoffe, volle Waschmaschinen und kurze Programme bei niedriger Temperatur können den Faserabrieb von Kleidung verringern. Besonders bei flauschigen Synthetiktextilien lohnt sich ein schonender Umgang.

Kunstfasern aus Fleecejacken, Shirts und ähnlichen Textilien können sich beim Waschen lösen und über das Abwasser in die Umwelt gelangen. Nach Angaben des Verbraucherservice Bayern geben vor allem raue Oberflächen wie Fleece, Plüschstoffe mit aufgeschnittenen Schlingen und haarige Gewebe vergleichsweise viele Fasern ab.

Beim Kauf können kompakte, dicht konstruierte Synthetikstoffe daher eine abriebärmere Wahl sein. Alternativen sind flauschige Textilien aus Naturfasern wie Baumwolle oder Wolle. Die Verbraucherzentrale Hessen nennt zudem Lyocell, auch als Tencel bekannt. Die halbsynthetische Faser wird aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt, ist biologisch abbaubar und benötigt in der Produktion deutlich weniger Wasser als Baumwolle.

Gebrauchte Kleidung und kurze Waschgänge schonen Fasern

Bei neuer Kleidung löst sich laut Verbraucherzentrale Hessen bei der ersten Wäsche besonders viel Mikroplastik. Secondhand-Kleidung und eine lange Nutzungsdauer können deshalb den zusätzlichen Faserabrieb und den Ressourcenverbrauch senken.

Für die Wäsche empfiehlt sich eine vollständig beladene, aber nicht überfüllte Maschine. Lange Waschprogramme und hohe Temperaturen beanspruchen das Gewebe stärker. Niedrige Temperaturen sowie eine geringere Schleuderzahl gelten dagegen als faserschonender. Der Schonwaschgang ist für Synthetik laut Verbraucherzentrale Hessen jedoch nicht automatisch vorteilhaft, weil langes Einweichen zusätzliche Fasern lösen kann.

  • Flauschige Synthetik möglichst selten im Trockner trocknen.
  • Wenn ein Trockner nötig ist, ein schonendes Programm bei niedriger Temperatur wählen.
  • Das Flusensieb regelmäßig leeren und die Flusen über den Restmüll entsorgen.
  • Wäschesäcke können grobe Fasern teilweise auffangen, halten kleine Partikel aber nicht vollständig zurück.

Der Verzicht auf den Trockner ist bei flauschigem Polyester besonders sinnvoll, weil die Hitze die Gewebestruktur zusätzlich schädigen kann. Mit langlebiger Kleidung und einer faserschonenden Wäsche lässt sich der Abrieb im Alltag zumindest begrenzen. [dpa/red]

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dpa content aus Ludwigshafen

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