Weniger Knicke im Garten: So passt der Schlauch zur Fläche
- Gießen ohne Zerren und Stolpern: Ein Gartenschlauch sollte zur Entfernung der Pflanzen vom Wasseranschluss passen.
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Gartenschlauch auswählen. Ein passender Schlauch erleichtert das Gießen im Garten und verhindert Schäden an Anschlüssen. Entscheidend sind vor allem Länge und Druckfestigkeit. Wird der Schlauch richtig gewählt, lässt sich Wasser gezielter verteilen und der Aufwand im Alltag sinkt.
Wer einen neuen Gartenschlauch kauft, sollte zuerst die Entfernung zwischen Wasseranschluss und Pflanzen prüfen. Ein zu kurzer Schlauch steht ständig unter Zug und belastet Kupplungen und Anschlüsse. Darauf weist der TÜV Süd hin.
Auch ein deutlich zu langer Schlauch bringt Nachteile. Er ist schwerer zu handhaben, kann schneller zur Stolperfalle werden und knickt leichter ein. Dadurch wird der Wasserfluss unterbrochen und das Bewässern dauert länger.
Druckangaben zeigen, wie robust der Schlauch ist
Beim Kauf lohnt sich ein Blick auf zwei Herstellerangaben. Gemeint sind Betriebsdruck und Berstdruck. Beide Werte werden in bar angegeben.
- Der Betriebsdruck beschreibt den Wasserdruck, für den der Schlauch im Alltag ausgelegt ist.
- Der Berstdruck liegt deutlich darüber und zeigt, welche kurzfristigen Druckspitzen der Schlauch aushält.
Liegt der Berstdruck ausreichend über dem Betriebsdruck, bleibt der Schlauch auch bei kurzfristigen Druckschwankungen stabil.
Tropfbewässerung spart Wasser bei Beeten und Kübeln
Für viele Gartenbereiche kann ein klassischer Schlauch allein jedoch nicht die effizienteste Lösung sein. Wer Kübelpflanzen, Beete oder Hecken bewässert, kann mit einem Tropfbewässerungsset gezielter arbeiten.
Dabei geben individuell einstellbare Tropfdüsen das Wasser langsam und direkt am Boden ab. Laut TÜV Süd erreicht die Feuchtigkeit so direkt die Wurzeln. Gleichzeitig verdunstet weniger Wasser. Auch überlaufende Töpfe oder Untersetzer spielen laut dem Magazin „Mein schöner Garten“ kaum noch eine Rolle.
Der passende Regner für die Rasenfläche
Für Rasenflächen kommen Regner zum Einsatz. Entscheidend ist, dass sie zur Form und Größe der Fläche passen.
- Für rechteckige Flächen eignen sich Schwenkregner oder Viereckregner mit länglichem Schwenkarm.
- Bei kleinen oder unregelmäßigen Rasenstücken können Kreis- oder Teilkreisregner sinnvoll sein.
- Pulsierende Kreisregner erreichen laut „Mein schöner Garten“ Reichweiten von bis zu 50 Metern und sind eher für größere Anlagen gedacht.
Außerdem sollte ein Regner einstellbar sein. Sonst werden Wege, Hausfassaden oder Nachbargrundstücke unnötig mitbewässert.
So lässt sich die tatsächliche Wassermenge prüfen
Ob der Rasen ausreichend Wasser erhält, lässt sich mit einem einfachen Regenmesser kontrollieren. Das Gerät aus dem Baumarkt misst die Wassermenge pro Quadratmeter.
Das Magazin „Mein schöner Garten“ nennt Richtwerte für trockene Phasen:
- Rasen auf Sandboden benötigt etwa alle drei bis vier Tage 10 bis 15 Liter Wasser pro Quadratmeter.
- Bei Lehmboden reicht meist eine Bewässerung pro Woche mit 15 bis 20 Litern pro Quadratmeter.
Der Naturschutzbund Deutschland empfiehlt zudem, im Garten mehr Wildkräuter stehen zu lassen statt auf sehr kurzen Zierrasen zu setzen. Eine Wildblumenwiese mit heimischen Pflanzen kommt häufig sogar ohne zusätzliche Bewässerung aus. Das reduziert den Wasserbedarf im Garten deutlich. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |