Wasser schneller erhitzen: Wasserkocher spart meist Strom

Der Wasserkocher ist gegenüber dem Topf oft die effizientere Variante, wenn man Wasser erhitzen will - es kommt aber auf die richtige Menge an. | Foto: dpa
  • Der Wasserkocher ist gegenüber dem Topf oft die effizientere Variante, wenn man Wasser erhitzen will - es kommt aber auf die richtige Menge an.
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  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Wasserkocher oder Herd. Wasser lässt sich in den meisten Haushalten mit dem Wasserkocher deutlich effizienter erhitzen als im Topf auf der Herdplatte. Wer Tee kocht oder Pasta vorbereitet, kann so im Alltag Strom sparen. Laut Verbraucherzentrale NRW reicht es sogar, das Wasser zunächst im Wasserkocher zu erhitzen und anschließend zum Weiterkochen in den Topf zu geben.

Gerade bei größeren Mengen wie Nudelwasser kann das sinnvoll sein. Der Wasserkocher bringt das Wasser meist schneller zum Kochen, weil die Energie direkt im Gerät an das Wasser abgegeben wird. Auf vielen Herdplatten geht dagegen ein Teil der Wärme verloren.

Wasserkocher spart auf vielen Herdplatten deutlich Strom

Nach Angaben der Verbraucherzentrale NRW hängt der Unterschied stark vom Herdtyp ab.

  • Im Vergleich zu einer Herdplatte aus Gusseisen kann ein Wasserkocher rund 45 Prozent Strom einsparen.
  • Gegenüber einer Glaskeramikplatte liegt die Ersparnis bei etwa 30 Prozent.
  • Bei Induktionskochfeldern ist der Unterschied gering. Hier kann die Induktionsplatte etwa fünf Prozent sparsamer sein als ein Wasserkocher.

In Haushalten mit Induktion entscheidet daher oft eher die Bequemlichkeit. Tee lässt sich unkompliziert im Wasserkocher zubereiten. Für Nudeln kann das Wasser auch direkt im Topf erhitzt werden.

Entscheidend ist die richtige Wassermenge

Neben dem Gerät spielt auch die Nutzung eine Rolle für den Stromverbrauch. Beim Wasserkocher sollte möglichst nur die Menge erhitzt werden, die tatsächlich benötigt wird.

Wer etwa eine Tasse Tee mit etwa 0,3 Liter Wasser zubereitet, aber 0,75 Liter im Wasserkocher erhitzt, verbraucht laut Verbraucherzentrale mehr als doppelt so viel Strom wie nötig. Das übrige heiße Wasser bleibt oft ungenutzt im Gerät.

Wenn über den Tag verteilt mehrere Tassen Tee geplant sind, kann es sinnvoll sein, einmal eine größere Menge zuzubereiten und den fertigen Tee in einer Thermoskanne warm zu halten.

Temperaturwahl und Kalk beeinflussen den Verbrauch

Einige Wasserkocher erlauben eine genaue Temperatureinstellung. Das ist besonders für grünen oder weißen Tee interessant. Diese Sorten entfalten ihr Aroma laut Stiftung Warentest am besten bei etwa 70 bis 80 Grad Celsius.

Solche Geräte kosten allerdings häufig deutlich mehr. Statt etwa 30 Euro können rund 60 Euro fällig werden.

Auch die Pflege hat Einfluss auf den Energiebedarf. Kalkablagerungen auf dem Heizelement wirken wie eine Dämmschicht und verlängern die Aufheizzeit. Regelmäßiges Entkalken kann daher den Stromverbrauch reduzieren.

Im Alltag sind die einzelnen Einsparungen meist klein. Weil Wasserkocher und Herd jedoch täglich genutzt werden, können sich diese Unterschiede über das Jahr hinweg spürbar summieren. dpa/red

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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