Waschbären fernhalten: Das hilft Haus- und Gartenbesitzern
- Pelziger Pensionsgast: Waschbären können etwa an Regenröhren hochklettern und sich Zugang zum Dachboden verschaffen.
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Waschbären fernhalten. Müllquellen, Kletterhilfen und offene Zugänge zu sichern, senkt das Risiko für ungebetene Besucher am Haus deutlich. Vor allem an Mülltonnen, auf Dachböden oder in Garagen werden die anpassungsfähigen Tiere für Haus- und Gartenbesitzer schnell zum Alltagsproblem.
Ausgelöst wurde das Thema zuletzt auch durch Fußballprofi Erling Haaland. Zu Bildern mit einem Waschbären sagte er: "Er ist mir nach Hause gefolgt". Während sein ausgestopftes Tier ein Souvenir ist, sind lebende Waschbären an Häusern meist unerwünscht.
Waschbären leben zwar ursprünglich in Wäldern, haben sich aber gut an menschliche Siedlungen angepasst. Auf Futtersuche kippen sie Mülltonnen um oder richten sich auf dem Dachboden und in der Garage ein. Tierexperten von Nabu, Peta und Vier Pfoten nennen dazu einfache Maßnahmen.
Nahrung und Zugänge sind die wichtigsten Schwachstellen
- Mülltonnen stehen am besten mindestens einen halben Meter von Zäunen, Mauern oder herabhängenden Ästen entfernt. So lassen sie sich nicht so leicht als Kletterhilfe nutzen. Starke Spanngummis oder abschließbare Behälter erschweren den Zugang zusätzlich.
- Gelbe Säcke bleiben möglichst bis zum Morgen der Abholung in verschließbaren Boxen. Auch Futter für Hunde und Katzen sollte nachts nicht im Garten stehen.
- Offene Komposthaufen locken Waschbären ebenfalls an. Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Brot und Obst gelten dort als besonders problematisch.
- Äste von Bäumen und Sträuchern, die bis ans Dach reichen, sollten großzügig zurückgeschnitten werden. Regenfallrohre können mit glatten Blechmanschetten versehen werden, damit die Tiere daran keinen Halt finden.
- Ein stabiles Metallgitter auf dem Schornstein kann einen weiteren Zugang versperren. Lose Dachziegel, Öffnungen am Dach und andere Einstiege sollten kontrolliert und solide verschlossen werden.
- Katzenklappen bleiben nachts besser geschlossen oder werden durch Modelle ersetzt, die sich nur für das gechipte Haustier öffnen.
Gerüche und Geräusche schrecken oft nur vorübergehend ab
Waschbären reagieren sensibel auf Geräusche und Gerüche. Ein laufendes Radio, Bewegungsmelder mit Licht oder Systeme, die automatisch Wasser versprühen, können Tiere vertreiben.
Auch Essig, Lavendel, Chili, Cayennepfeffer, Pfefferminzöl oder Zitrusfrüchte im Garten gelten als mögliche Abschreckung. Ebenso können eine viel benutzte Hundedecke an möglichen Zugängen oder kleine Säckchen mit Hundehaaren eine Wirkung haben.
Dauerhaft funktioniert das nach Einschätzung der Experten aber nur dann, wenn zugleich Futterquellen und Schlupflöcher beseitigt werden. Sonst kehren Waschbären zurück oder gewöhnen sich an die Störung.
Im Haus gilt Abstand statt Einfangen
Ist ein Waschbär bereits ins Haus gelangt, sollte das Tier nicht bedrängt oder angefasst werden. Geöffnete Türen oder Fenster können einen Fluchtweg nach draußen schaffen. Lässt sich die Lage nicht sicher lösen, kommt eine Wildtierhilfe oder eine andere fachkundige Stelle infrage.
Beim Entfernen von Waschbären-Kot ist Vorsicht wichtig, weil Krankheitserreger möglich sind. Der Kot sollte nur mit Handschuhen aufgenommen, in einem doppelten Plastikbeutel verpackt und über den Restmüll entsorgt werden. Anschließend muss die betroffene Stelle gründlich gereinigt werden.
Im Alltag hilft gegen Waschbären vor allem eine Kombination aus gesicherten Futterquellen, versperrten Einstiegen und etwas Geduld. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |