Warum Spritspar-Stecker fürs Auto nicht sparen, sondern Geld kosten

Die Versprechen in den Spam-Mails, bis zu 35 oder gar 55 Prozent Sprit mit einem kleinen Dongle einsparen zu können, sind frei erfunden. | Foto: dpa
  • Die Versprechen in den Spam-Mails, bis zu 35 oder gar 55 Prozent Sprit mit einem kleinen Dongle einsparen zu können, sind frei erfunden.
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Spritspar-Stecker fürs Auto. Derzeit landen vermehrt Werbe-Mails im Postfach, die angeblich einfache Technik versprechen, mit der Autofahrer deutlich Kraftstoff sparen können. Für den Alltag bedeutet das vor allem eines: Wer darauf hereinfällt, verliert Geld, ohne einen messbaren Nutzen zu bekommen.

Beworben werden kleine Stecker für die OBD-Schnittstelle, die sich bei vielen Fahrzeugen unter dem Armaturenbrett befindet. Laut dem Fachportal „heise online“ handelt es sich dabei um fabrikfrischen Elektroschrott. Tests zeigen, dass die Geräte keine Verbindung zur Motorsteuerung aufbauen und keinerlei Einfluss auf Verbrauch oder Leistung haben.

Wer rund 30 Euro investiert, erhält demnach lediglich ein kleines Kästchen, in dem nach dem Einstecken einige Leuchtdioden blinken. Eine technische Funktion, die den Spritverbrauch senken könnte, ist nicht vorhanden.

Nur blinkende LEDs – das Sparversprechen hält keiner Prüfung stand

In den Spam-Mails ist von Einsparungen von bis zu 35 oder sogar 55 Prozent die Rede. Solche Werte wären im normalen Straßenverkehr nur durch massive technische Eingriffe möglich. Die Erklärung der Anbieter klingt zwar zunächst schlüssig, hält fachlich aber nicht stand.

Behauptet wird, Autohersteller würden Motoren bewusst zu vorsichtig einstellen und damit unnötigen Mehrverbrauch verursachen. Tatsächlich werden Fahrzeuge so abgestimmt, dass sie zuverlässig unter sehr unterschiedlichen Bedingungen funktionieren. Ein einfacher Stecker kann diese komplexen Parameter nicht verändern.

Typische Warnzeichen unseriöser Angebote

Neben der fehlenden technischen Wirkung fallen weitere Merkmale auf, die für Betrugsversuche typisch sind.

  • Unrealistische Sparversprechen ohne nachvollziehbare Messwerte
  • Keine Angaben zu Hersteller, Prüfinstituten oder Zulassungen
  • Künstlich erzeugter Zeitdruck durch angeblich stark begrenzte Stückzahlen

Solche Verkaufsstrategien zielen darauf ab, schnelle Kaufentscheidungen auszulösen. Eine sachliche Einordnung oder unabhängige Tests fehlen vollständig.

Für Autofahrer bleibt als praktische Konsequenz, Werbe-Mails zu solchen Produkten zu ignorieren. Eine spürbare Senkung des Kraftstoffverbrauchs ist nur durch Fahrweise, Wartungszustand und Fahrzeugtechnik möglich, nicht durch einfache Stecklösungen. dpa/red

Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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