Warm essen, Licht haben: Das hilft bei Stromausfall

Warm essen trotz Stromausfall: Ein Fondue-Set mit Brennpaste kann dann zum Notfall-Herd werden. | Foto: dpa
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Stromausfall vorbereiten. Wenn plötzlich das Licht ausgeht, funktionieren Herd, Internet und oft auch das Handy nicht mehr. Mit einigen einfachen Dingen im Haushalt lässt sich ein Stromausfall jedoch deutlich besser überstehen. Empfehlungen dazu kommen unter anderem vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).

Fällt der Strom aus, wird schnell klar, wie viele Geräte im Alltag davon abhängen. Wer ein paar grundlegende Hilfsmittel griffbereit hat, kann Licht, Informationen und eine minimale Stromversorgung auch ohne Steckdose sicherstellen.

Licht, Radio und Stromreserve für wichtige Geräte

Zu den wichtigsten Helfern zählt eine Taschenlampe mit Batterien. Sie sorgt zumindest für etwas Orientierung in der Wohnung.

Ebenso sinnvoll ist ein batteriebetriebenes Radio oder ein Kurbelradio. Wenn Internet und Mobilfunk eingeschränkt sind oder der Smartphone-Akku leer wird, bleiben darüber weiterhin Informationen und mögliche Mitteilungen von Behörden erreichbar.

Auch mobile Stromreserven können im Alltag hilfreich sein. Dazu gehören etwa Powerbanks oder solarbetriebene Ladegeräte. Geladene Powerbanks können Smartphones, Tablets oder kompatible Laptops mit Energie versorgen.

Gespeicherte Energie in Wattstunden ist entscheidend

Wie lange das funktioniert, hängt von der Kapazität ab. Kleinere Geräte haben oft etwa 10.000 Milliamperestunden, größere rund 20.000 Milliamperestunden. Laut Stiftung Warentest ist jedoch vor allem die gespeicherte Energie in Wattstunden entscheidend. Liefert eine größere Powerbank etwa 70 Wattstunden, lässt sich damit ein Smartphone je nach Akkugröße ungefähr zwei- bis fünfmal laden. Für ein Notebook reicht die Energie in vielen Fällen zumindest einmal.

Wer noch mehr Reserve benötigt, kann auf sogenannte Powerstations zurückgreifen. Diese größeren mobilen Stromspeicher werden häufig beim Camping eingesetzt und können auch bei mehrtägigen Stromausfällen Strom liefern.

Warm essen ohne Herd

Auch ohne Strom lässt sich etwas Warmes zubereiten. Laut BBK eignet sich dafür ein Campingkocher. Dabei sollte jedoch auf die Art des Brennstoffs geachtet werden.

Ein Marktcheck der Verbraucherzentrale Sachsen weist darauf hin, dass Spirituskocher problematisch sein können. Das Nachfüllen von Brennspiritus in einen heißen Brenner gilt als gefährlich. Außerdem wird nicht empfohlen, größere Mengen Spiritus im Haushalt zu lagern.

Grillen in geschlossenen Räumen ist ebenfalls keine Alternative. Das BBK warnt hier vor Erstickungsgefahr. Als vergleichsweise einfache Lösung gilt ein Kocher mit Brennpaste, wie er beispielsweise bei Fondue-Sets verwendet wird. Für Stromausfälle wird außerdem ein kleiner Vorrat an Lebensmitteln empfohlen, die auch ohne Kochen verzehrt werden können:

  • Cornflakes und H-Milch
  • Konserven mit Obst oder Gemüse
  • Nüsse, Trockenfrüchte und Müsliriegel
  • eingelegte Lebensmittel

Ebenso wichtig ist ein ausreichender Vorrat an Trinkwasser. Wie groß der Vorrat sein sollte, lässt sich mit dem online verfügbaren Vorratskalkulator der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung abschätzen.

Decken und Bargeld können im Notfall entscheidend sein

Im Winter kann ein Stromausfall auch die Heizung betreffen. Warme Decken und zusätzliche Kleidung helfen dann, die Zeit ohne Heizung zu überbrücken. Sinnvoll ist es laut BBK, sich in einem Raum aufzuhalten und Türen geschlossen zu halten, damit Wärme weniger schnell verloren geht.

Haushalte mit Kamin oder Ofen profitieren zusätzlich von einem Vorrat an Brennmaterial wie Holz, Briketts oder Kohle.

Auch Bargeld spielt im Notfall eine Rolle. Bei einem großflächigen Stromausfall funktionieren Geldautomaten und viele Kartenterminals nicht mehr. Ein kleiner Geldbetrag im Haushalt kann daher kurzfristige Einkäufe ermöglichen, solange elektronische Zahlungssysteme ausfallen. dpa/red

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Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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