Waldhonig: Warum er länger flüssig bleibt als Blütenhonig

Waldhonig wird auch Honigtauhonig genannt, da die Bienen den sogenannten Honigtau sammeln und in den Waben zu dunklem, aromatischem Honig verarbeiten | Foto: dpa
  • Waldhonig wird auch Honigtauhonig genannt, da die Bienen den sogenannten Honigtau sammeln und in den Waben zu dunklem, aromatischem Honig verarbeiten
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Waldhonig. Waldhonig bleibt deutlich länger flüssig als Blütenhonig und eignet sich deshalb besonders gut für Desserts, Salatdressings oder leicht abgekühlten Tee. Seine Besonderheit beginnt jedoch schon bei der Entstehung: Für Waldhonig sammeln Bienen nicht nur Nektar, sondern auch den sogenannten Honigtau von Blattläusen.

Wie entsteht Waldhonig?

Anders als Blütenhonig wird Waldhonig nicht aus Blütennektar hergestellt. Die Bienen sammeln stattdessen den zuckerhaltigen Honigtau, den Blattläuse und andere pflanzensaftsaugende Insekten ausscheiden. Diesen verarbeiten sie anschließend in ihren Waben zu Waldhonig.

Nach Angaben der Verbraucherzentrale Bayern leben die Insekten unter anderem auf Fichten, Tannen, Kiefern und Eichen. Daher stammt ein großer Teil des Waldhonigs aus Nadel- und Mischwäldern.

Warum bleibt Waldhonig länger flüssig?

Waldhonig wird auch Honigtauhonig genannt. Er zeichnet sich durch seine dunkle Farbe, sein würzig-malziges Aroma und eine besondere Zusammensetzung aus. Dadurch kristallisiert er deutlich langsamer als Blütenhonig.

Das macht Waldhonig besonders praktisch im Alltag. Er lässt sich auch nach längerer Lagerung meist problemlos dosieren und eignet sich gut zum Verfeinern von Joghurt, Quark, Desserts oder Salatsoßen.

Waldhonig oder Blütenhonig – was ist der Unterschied?

Der größte Unterschied liegt in der Herkunft. Während Blütenhonig aus dem Nektar von Blüten entsteht, wird Waldhonig aus Honigtau gewonnen.

Außerdem unterscheiden sich beide Honigsorten im Geschmack und in ihren Eigenschaften:

  • Waldhonig ist dunkler und schmeckt kräftig sowie leicht malzig.
  • Blütenhonig ist meist heller und schmeckt milder.
  • Waldhonig bleibt länger flüssig.
  • Blütenhonig kristallisiert häufig schon nach wenigen Wochen oder Monaten.
Waldhonig und Blütenhonig im Vergleich
Merkmal Waldhonig Blütenhonig
Entstehung Aus Honigtau von Blattläusen und anderen pflanzensaftsaugenden Insekten Aus Blütennektar
Farbe Dunkelbraun bis fast schwarz Hellgelb bis goldfarben
Geschmack Kräftig, würzig und leicht malzig Mild, süß und blumig
Konsistenz Bleibt lange flüssig Kristallisiert meist nach wenigen Wochen oder Monaten
Verwendung Ideal für Desserts, Joghurt, Quark, Dressings und Tee Gut als Brotaufstrich sowie zum Süßen von Getränken und Speisen
Erhitzen Möglich, natürliche Enzyme und Antioxidantien gehen jedoch ab etwa 40 °C teilweise verloren Auch hier können wertvolle Inhaltsstoffe durch starke Hitze verloren gehen
Besonderheit Entsteht aus Honigtau statt aus Blütennektar Der in Deutschland am häufigsten angebotene Honig

Welche Sorte besser ist, hängt vor allem vom persönlichen Geschmack und vom Verwendungszweck ab.

Kann man Waldhonig erhitzen?

Grundsätzlich kann Waldhonig auch zum Backen oder Kochen verwendet werden. Wer jedoch von den natürlichen Enzymen und Antioxidantien profitieren möchte, sollte ihn möglichst nicht stark erhitzen.

Ernährungsexpertin Katharina Holthausen von der Verbraucherzentrale Bayern weist darauf hin, dass diese Inhaltsstoffe bereits bei Temperaturen ab etwa 40 Grad Celsius zerstört werden können. Deshalb empfiehlt es sich, Waldhonig erst in leicht abgekühlten Tee einzurühren oder kalte Speisen damit zu verfeinern.

Warum gibt es manchmal weniger Waldhonig?

Die Erntemenge von Waldhonig kann von Jahr zu Jahr deutlich schwanken. Starke Hitze, lange Trockenperioden oder anhaltender Regen beeinträchtigen die Bestände der Honigtau liefernden Insekten. Gibt es weniger Honigtau, können die Bienen entsprechend weniger Waldhonig produzieren.

Fazit

Waldhonig überzeugt durch seinen kräftigen Geschmack, seine dunkle Farbe und den Vorteil, dass er deutlich länger flüssig bleibt als Blütenhonig. Besonders für kalte Speisen, Desserts oder Tee eignet er sich hervorragend. Wer die wertvollen natürlichen Inhaltsstoffe erhalten möchte, sollte Waldhonig allerdings möglichst nicht stark erhitzen. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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