Vögel beobachten: Drei Tipps für den Einstieg ins Birdwatching
- Vögel lassen sich im Garten, im Stadtpark und an Gewässern beobachten.
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Wer mit dem Birdwatching beginnen möchte, braucht nicht viel. Ein Fernglas, eine Bestimmungshilfe und ein guter Blick für die Natur reichen für erste Beobachtungen im Garten, im Stadtpark oder bei einem Spaziergang.
Severin Zillich, Hobby-Ornithologe und Redakteur beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, erklärt, worauf Einsteiger achten sollten. „Vögel gucken liegt im Trend und der Herbst ist eine gute Jahreszeit, um damit zu beginnen. Wer ein paar Grundregeln beachtet, wird sein Wissen schnell erweitern können.“
1. Früh am Morgen sind besonders viele Vögel aktiv
Am meisten entdecken Beobachter in den Morgenstunden. „Mit jedem Blatt, das zu Boden fällt, werden die Vögel in den Baumkronen besser sichtbar. Dass viele Vogelarten schon gen Süden gezogen sind, erleichtert den Einstieg in die Bestimmung zusätzlich. Allgemein ist der Großteil der Vögel in den Morgenstunden am aktivsten. Wenn Sie sich früh am Tage aufmachen, werden Sie mehr Vögel sehen als um die Mittagszeit. Zum Abend hin wird das Treiben wieder reger."
2. Gewässer bieten gute Chancen
Je abwechslungsreicher ein Lebensraum ist, desto mehr unterschiedliche Arten können Beobachter dort entdecken. Besonders Gewässer und ihre Umgebung ziehen viele Vogelarten an. Auch Stadtparks und Erholungsgebiete eignen sich für den Einstieg.
Wer seine Beobachtungen ausweiten möchte, kann nach einem Beobachtungsturm in der Nähe suchen. Diese stehen meist in Vogelschutzgebieten. Dort bieten sich gute Sichtmöglichkeiten und Kontakte zu anderen Menschen, die sich für Vögel interessieren.
3. Fernglas und Bestimmungsbuch helfen beim Erkennen
Online-Plattformen und Bestimmungsbücher zeigen, welche Arten in bestimmten Gebieten vorkommen. Die Apps „BirdNET“ und „Merlin Bird ID“ helfen dabei, Vögel anhand ihres Gesangs und ihrer Rufe zu bestimmen.
Zillich empfiehlt Einsteigern einen Bestimmungsführer für häufige Arten. „Für den Einstieg empfiehlt sich die Anschaffung eines Bestimmungsführers, der sich auf die häufigeren Arten beschränkt. Zeichnungen zeigen die Merkmale der Vogelarten meist besser als Fotos.“
Ein Fernglas erleichtert den Blick in Baumkronen und auf größere Entfernungen. „Wenn Sie für Ihr neues Hobby Feuer gefangen und bislang auf ein schwergängiges Erbstück zurückgegriffen haben: Gönnen Sie sich ein gutes Fernglas mit acht- oder zehnfacher Vergrößerung und einem 30 bis 40 Millimeter breiten Objektiv. Eine Anschaffung fürs Leben“, empfiehlt Zillich. Eine Beratung im Fachhandel kann bei der Auswahl helfen.
Auch der Austausch mit anderen Birdwatchern bietet sich an. Interessierte können sich in einer Gruppe des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland in ihrer Nähe vernetzen und Erfahrungen teilen.
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |