Vermögen breiter streuen: Was das Drei-Speichen-Prinzip bringt
- Wenn Sparrate und Vermögen trotzdem kaum wachsen, kann eine breitere Streuung über mehrere Anlageklassen helfen, Risiken und Liquiditätsengpässe besser zu verteilen.
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Vermögen breit streuen. Wer Vermögen nicht von einer einzigen Anlageklasse abhängig macht, senkt das Risiko, in ungünstigen Phasen verkaufen zu müssen und bleibt eher liquide.
Gerade gutverdienende Berufstätige investieren laut dem Herausgeber Makerus Consulting oft zu einseitig, obwohl Einkommen und Sparrate grundsätzlich Spielraum bieten. Der praktische Kern der Idee ist simpel. Drei unterschiedliche Bausteine sollen unterschiedliche Aufgaben übernehmen, damit Wachstum, Stabilität und kurzfristige Verfügbarkeit nicht gegeneinander arbeiten.
Ein zusätzlicher Alltagsnutzen liegt in der Entscheidungslogik. Statt ständig zwischen „ETF oder Immobilie oder Gold“ zu springen, wird zuerst festgelegt, wofür Geld gedacht ist. Wachstum, Reserve oder langfristige Substanz. Erst danach folgt die konkrete Produktauswahl.
Das Drei-Speichen-Prinzip: Drei Aufgaben statt eine Wette
Makerus Consulting überträgt ein historisches Modell auf heutige Anlageklassen und ordnet sie nach ihrer Funktion im Gesamtvermögen:
- Wachstum über Aktien, ETFs und Fonds.
- Liquide Reserve über Edelmetalle und Rohstoffe, im Text genannt werden unter anderem Gold und Silber sowie Technologiemetalle.
- Langfristige Substanz über Kapitalanlageimmobilien.
Die Einordnung dahinter ist, dass diese Bereiche in verschiedenen Marktphasen unterschiedlich reagieren können. Das soll Schwankungen abfedern und verhindern, dass fehlende Liquidität in einer Stressphase zu einem Verkauf „zur Unzeit“ führt. Das bleibt eine Strategie-Logik, keine Garantie. Auch breit gestreute Konzepte können Verluste haben, nur verteilt sich das Risiko auf mehrere Märkte.
Wertpapiere direkt halten: Transparenz und Kosten als Argument
Für den Wertpapierbaustein setzt Makerus Consulting nach eigener Darstellung auf direkte Investments über ein Wertpapierdepot. Kritisch bewertet werden Konstruktionen, bei denen Wertpapiere „im Mantel“ einer Renten- oder Lebensversicherung liegen, weil dadurch zusätzliche Kosten entstehen können und die Entwicklung weniger unmittelbar nachvollziehbar ist.
Praktische Einordnung: Für viele Anleger sind die relevanten Vergleichspunkte bei solchen Lösungen vor allem laufende Kosten, Flexibilität bei Entnahmen und die steuerliche Behandlung. Je nach Vertrag können das Vor- oder Nachteile sein. Als Grundregel gilt, dass eine Entscheidung erst nach einem Kostenvergleich und einer Klarheit über den geplanten Anlagehorizont sinnvoll ist.
Edelmetalle als Reserve: Wofür sie gedacht sind und wofür nicht
Im Konzept übernehmen Edelmetalle die Rolle einer verfügbaren Reserve. Das Ziel ist, kurzfristige Liquiditätsbedarfe abdecken zu können, ohne gleichzeitig langfristige Anlagen verkaufen zu müssen.
Wichtig für die Alltagsentscheidung: Edelmetalle sind im Ansatz weniger als Renditetreiber beschrieben, sondern als Puffer. Sie können im Preis schwanken und laufende Erträge wie Zinsen oder Dividenden fehlen typischerweise. Der Nutzen liegt in der möglichen Verfügbarkeit und der zusätzlichen Streuung, nicht in einer sicheren Wertsteigerung.
Immobilien als Substanzbaustein: Eckwerte, Auswahl und steuerliche Effekte
Als dritte „Speiche“ nennt Makerus Consulting Kapitalanlageimmobilien, die sich nach Möglichkeit weitgehend selbst tragen sollen. Als Orientierung wird im Text ein monatliches Nettoeinkommen von rund 3.500 Euro genannt, ab dem die Chance steigen soll, unter aktuellen Zinsbedingungen passende Objekte zu finden.
Zum Auswahlprozess wird eine konkrete Quote genannt. Rund 82 Prozent der geprüften Objekte würden intern aussortiert, etwa 18 Prozent kämen in das Angebot. Berücksichtigt werden laut Text unter anderem Standortwünsche, steuerliche Aspekte und die wirtschaftliche Tragfähigkeit.
Zu Steuern macht der Herausgeber folgende Angaben: Durch Abschreibungen und Rückerstattungen könnten je nach individueller Situation Effekte im vier- bis fünfstelligen Bereich pro Jahr möglich sein. Außerdem wird erwähnt, dass Immobilien nach zehn Jahren unter bestimmten Voraussetzungen steuerfrei verkauft werden können.
Praktische Einordnung: Steuerliche Vorteile hängen stark von persönlicher Situation, Finanzierung, Objekt und Gesetzeslage ab. Immobilien können zudem Kosten und Aufwand verursachen, etwa für Instandhaltung, Leerstand oder Verwaltung. Für die Strategie zählt deshalb nicht nur der Kaufpreis, sondern der realistische Blick auf laufende Belastungen und Reserven.
Beispiel aus dem Text: So kann eine Kombination aussehen
Als Fallbeispiel wird „Philipp“ genannt, ein Ingenieur Mitte 30 mit rund 3.600 Euro monatlichem Nettoeinkommen. Laut Darstellung kombinierte er innerhalb von zwölf Monaten:
- mehrere vermietete Immobilien,
- Positionen im Edelmetallbereich,
- regelmäßige Sparpläne für Wertpapierinvestments.
Wie stark die drei Bausteine gewichtet werden, soll laut Makerus Consulting von Zielen und Lebenssituation abhängen. Als grobe Orientierung wird ein monatlich verfügbares Budget von etwa 400 bis 500 Euro genannt, das beispielsweise in Wertpapiere oder Edelmetalle fließen kann, während Immobilien idealerweise über Mieteinnahmen und Finanzierung laufen.
Am Ende steht als praktische Konsequenz eine nüchterne Leitlinie. Wer eine Strategie nach Funktion aufbaut, also Wachstum, Reserve und Substanz trennt, reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Märkten und erhöht die Chance, auch in schwierigen Phasen handlungsfähig zu bleiben.
Weitere Informationen finden sich beim Herausgeber online unter https://makerus-consulting.de.
Autor:Meike Jakob aus Landau |