Umfrage in Rheinland-Pfalz: Hochwasserschutz oft unzureichend
- Das Hochwasser im Juli 2021 kostete mehr als 180 Menschenleben. (Archivbild)
- Foto: Boris Roessler/dpa
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Rheinland-Pfalz. Viele Menschen halten den Schutz vor Starkregen und Hochwasser weiter für unzureichend. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland, die auch für Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ernüchternde Werte ausweist.
44,5 Prozent der Befragten fühlen sich an ihrem Wohnort nicht ausreichend geschützt. Nur 35,7 Prozent halten Bund, Länder und Kommunen demnach für ausreichend auf Hochwasser vorbereitet.
BUND sieht deutlichen Handlungsbedarf
Der BUND spricht von einem „Weckruf an die Politik“. Geschäftsführerin Politik Verena Graichen forderte, den Schutz vor Starkregen und Hochwasser ernst zu nehmen und besser zu planen. Aus Sicht des Verbands braucht es vor allem einen ökologischen Hochwasserschutz.
Naturbasierte Lösungen könnten Wasser schon in den Einzugsgebieten zurückhalten. Außerdem könnten Flüsse mehr Raum für Überschwemmungen bekommen, ohne große Schäden anzurichten.
Unterschiede zwischen den Bundesländern
Die Umfrage zeigt deutliche regionale Unterschiede. In Bayern fühlten sich 44 Prozent der Befragten an ihrem Wohnort geschützt. In Brandenburg waren es 30 Prozent.
In Rheinland-Pfalz lag der Wert bei 34 Prozent. In Nordrhein-Westfalen waren es 31 Prozent. Beide Länder waren besonders von der Flut im Ahrtal betroffen.
Ahrtalflut bleibt präsent
Die Folgen der Katastrophe im Ahrtal wirken bis heute nach. In der Nacht auf den 15. Juli kam es nach Starkregen zu einer verheerenden Sturzflut. In Rheinland-Pfalz starben 136 Menschen, in Nordrhein-Westfalen 49. Mehrere hundert Menschen wurden verletzt.
Für die repräsentative Civey-Umfrage wurden von 15. Juni bis 18. Juni 10000 Menschen ab 18 Jahren befragt. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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