Terrasse herbstfit machen: Was vor Regen, Laub und kälteren Nächten erledigt werden sollte
- Wenn die Temperaturen sinken, beendet so langsame die Gartensaison. Die Terrasse kann mit ein paar Handgriffen herbstfit gemacht werden.
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Terrasse herbstfit machen. Wenn die Blätter in Rot, Gold und Kupfer leuchten, muss die Terrasse nicht automatisch in den Winterschlaf gehen. Mit robusten Herbstpflanzen, warmem Licht und einem kleinen Pflege-Check wird der Sitzplatz draußen zur gemütlichen Herbstkulisse und ist zugleich gut auf Frost und Regen vorbereitet.
Der Herbst bringt klare Luft, frühere Dämmerung und eine Farbpalette, die kaum eine Sommerbepflanzung übertrifft. Jetzt übernehmen Chrysanthemen, Heide, Gräser und Beerensträucher die Regie. Gleichzeitig ist der richtige Moment, Möbel, Töpfe und Abläufe auf die nasse, kalte Jahreszeit vorzubereiten.
Wann beginnt die Herbstbepflanzung für die Terrasse?
Die Herbstbepflanzung startet meist im Spätsommer und frühen Herbst, wenn Sommerblumen wie Petunien oder Geranien sichtbar nachlassen. Laut Mein schöner Garten lohnt es sich spätestens im September, Kästen und Kübel neu zu gestalten. Dann beginnt auch die Pflanzzeit für Tulpen, Narzissen, Krokusse und andere Blumenzwiebeln, die im kommenden Frühjahr aus den Töpfen sprießen sollen.
Der Herbst ist außerdem ideal, weil viele robuste Pflanzen jetzt ihr großes Finale feiern: Blüten, rote Beeren, gefärbte Blätter und feine Halme sorgen für Struktur. Da die Gewächse bei sinkenden Temperaturen kaum noch zulegen, dürfen sie in Kübeln enger stehen als bei einer Sommerbepflanzung. Wichtig bleibt ein Standort, an dem sich keine Nässe staut.
Welche Herbstpflanzen eignen sich für die Terrasse?
Klassisch wird es auf der Terrasse mit Heide, Chrysanthemen, Stiefmütterchen, Efeu und Zierkohl. Etwas moderner wirken Kombinationen aus Schafgarbe, Herbst-Anemonen, buntem Salbei, Purpurglöckchen und Ziergräsern. Besonders schön sind Arrangements, die unterschiedliche Höhen verbinden: kompakte Blütenpflanzen vorne, Gräser oder kleine Gehölze im Hintergrund, dazu Beeren und Kürbisse als saisonale Deko.
Für einen besonders langen Farbeffekt bieten sich spät blühende Fetthennen und Kissen-Astern an. Japanisches Blutgras bringt kräftiges Rot in die Pflanzung, während Seggen oder Federborstengras Leichtigkeit schaffen. Wer es ruhiger mag, kombiniert die warmen Herbsttöne mit immergrünen Pflanzen oder dem auffällig gefärbten Laub von Bergenien und Funkien.
Diese Herbstpflanzen machen auf der Terrasse eine besonders gute Figur:
- Herbst-Chrysanthemen
- Besen- und Knospenheide
- Kissen-Astern und Sommerastern
- Fetthenne
- Herbst-Anemonen
- Purpurglöckchen
- Zierkohl und Palmkohl
- Efeu
- Hornveilchen
- Christrosen
- Seggen, Blau-Schwingel und Federborstengras
- Japanisches Blutgras
- Scheinbeere und Frucht-Skimmie
- Japanischer Fächer-Ahorn im Kübel
Welche Herbstbepflanzungen sind winterhart?
Wer nicht schon nach wenigen Wochen wieder umtopfen möchte, setzt auf winterharte Dauerbrenner. Besenheide hält niedrige Temperaturen gut aus, Purpurglöckchen bleibt mit seinem dekorativen Laub attraktiv und Hornveilchen kann bei milder Witterung sogar im Winter blühen. Auch Christrosen und winterharte Ziergräser bringen Struktur in eine ansonsten kahle Jahreszeit.
Eine bewährte Kombination besteht aus Herbst-Anemone, Federborstengras, Knospenheide und Efeu. Diese Pflanzen können im nächsten Jahr erneut Freude machen. Bei Heide werden verblühte Stängel erst im Spätwinter entfernt, Gräser werden im Frühjahr bodennah zurückgeschnitten. Bei empfindlichen Spätblühern wie manchen Alpenveilchen oder Chrysanthemen hilft bei den ersten Minusgraden ein geschützter Platz oder eine dünne Lage Wintervlies.
Wie macht man die Terrasse im Herbst fit für Regen, Frost und Laub?
Neben der neuen Bepflanzung braucht die Terrasse im Herbst vor allem einen gründlichen Aufräum- und Pflegegang. Laub, Erde und andere Ablagerungen sollten regelmäßig vom Boden verschwinden, damit sich Schmutz nicht festsetzt und Regenwasser ungehindert abläuft. Besonders Abläufe, Rinnen und Entwässerungen dürfen nicht verstopfen – stehendes Wasser wird bei Frost schnell zum Problem.
Auch Kübel verdienen Aufmerksamkeit. Frostfeste Gefäße mit Abzugslöchern sind die bessere Wahl. Untersetzer sollten geleert werden, denn gefrierendes Wasser kann Töpfe beschädigen und Staunässe schadet den Wurzeln. Terrakotta und Keramik stehen idealerweise frostfrei. Bleiben sie draußen, helfen ein geschützter Standort sowie Jute, Vlies oder eine Winterschutzmatte.
Diese Dinge gehören im Herbst auf die Terrassen-Checkliste:
- Sommerblumen und abgestorbene Pflanzenteile entfernen
- Mehrjährige Stauden und Gräser nicht radikal zurückschneiden
- Winterharte Pflanzen und Blumenzwiebeln setzen
- Kübel auf freie Abzugslöcher und Staunässe prüfen
- Untersetzer, Gießkannen und Pflanzschalen leeren
- Terrakotta- und Keramiktöpfe frostfrei lagern oder schützen
- Laub, Erde und Schmutz vom Terrassenboden entfernen
- Abläufe und Rinnen freihalten
- Gartenschlauch vollständig entleeren
- Sonnenschirm reinigen, trocknen und einlagern
- Grill säubern und bei Bedarf mit atmungsaktiver Haube schützen
- Holzmöbel reinigen, trocknen und gegebenenfalls mit Pflegeöl behandeln
Worauf muss man bei Pflanzen, Töpfen und Möbeln besonders achten?
Bei der Herbstbepflanzung gilt weniger gießen, aber gezielt. Das Substrat darf zwischen den Wassergaben leicht abtrocknen, überschüssiges Wasser gehört aus Übertöpfen und Untersetzern entfernt. Gedüngt wird erst wieder im Frühjahr, denn in der kühlen Jahreszeit wachsen die Pflanzen kaum. Eine Drainageschicht aus Blähton am Topfboden kann zusätzlich helfen, die Wurzeln vor Nässe zu schützen.
Empfindliche mediterrane Pflanzen wie Oleander, Oliven- oder Zitrusbäumchen brauchen rechtzeitig ein geschütztes, möglichst frostfreies Winterquartier. Möbelpolster sollten sauber und vollständig trocken eingelagert werden, damit kein Schimmel entsteht. Aluminium, Edelstahl und hochwertiger wetterfester Kunststoff dürfen häufig draußen bleiben, profitieren aber von einer atmungsaktiven Abdeckung. Holzmöbel stehen besser geschützt und nicht dauerhaft auf feuchtem Untergrund.
Mit Licht, Kürbissen und Naturmaterialien wird die Herbstterrasse zum Lieblingsplatz
Wenn es früher dunkel wird, machen Kerzen, Windlichter und wetterfeste Lichterketten aus der Terrasse einen stimmungsvollen Rückzugsort. Besonders harmonisch wirken sie zwischen Heide, Seggen und Efeu oder neben Körben, die mit Chrysanthemen, Beerenzweigen und Gräsern bestückt sind. Warmes Licht bringt die Rot-, Orange- und Violetttöne der Herbstpflanzen noch stärker zum Leuchten.
Für die Deko liefert der Herbst fast alles selbst: Kürbisse, Hagebutten, Lampionblumen, Zapfen, Nüsse und buntes Laub werden zu natürlichen Hinguckern auf Tisch, Treppe oder Fensterbank. Selbst essbare Akzente passen ins Bild. Etwa Chili, Salbei und Thymian im Kübel. So bleibt die Terrasse auch dann ein schöner Platz, wenn die Gartensaison langsam leiser wird.
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |
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