Tatort: Zwei neue Frankfurt-Fälle drehen um Bombe und Club-Tragödie
- Tatort: Das Frankfurt-Duo dreht zwei neue Fälle, „Vier Finger“ soll im November im Ersten laufen.
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Tatort. In Frankfurt laufen gerade die Kameras für zwei neue Fälle mit Maryam Azadi und Hamza Kulina. Melika Foroutan und Edin Hasanovic starten damit in die nächste Saison des Frankfurter Duos.
Noch bis zum 29. Juli entstehen die beiden Filme „Vier Finger“ und „Nebel“, bei beiden führt Andreas Prochaska Regie. „Vier Finger“ soll voraussichtlich im November im Ersten laufen, „Nebel“ folgt im kommenden Jahr.
Tatort: Worum es in „Vier Finger“ geht
„Vier Finger“ beginnt mit einem Notruf mitten in der Nacht. Die ehemalige Kellnerin Anja Winkler, gespielt von Anne Ratte-Polle, glaubt, Navid Hosseini wiedererkannt zu haben, der seit Ende der 1990er-Jahre als vermisst gilt. Als der Altfall bei Sandra Schatz, gespielt von Judith Engel, landet, holt sie Azadi und Kulina dazu. Aus einem Fall, den Behörden damals als organisierte Kriminalität im Drogenmilieu abtaten, entwickelt sich laut Handlung ein politisch motiviertes Attentat auf die iranische Opposition in Deutschland.
Ein Fall, der Maryam Azadi seit Jahren begleitet
Maryam ermittelt in diesem Zusammenhang seit Jahren heimlich auf eigene Faust. Sie handelt dabei aus Schuldgefühlen, weil sie den Attentäter damals selbst in das Umfeld der Opfer brachte, und verfolgt einen riskanten Plan, um ihn aus dem Iran zurück nach Deutschland zu locken. Neben Foroutan, Hasanovic, Ratte-Polle und Engel gehören in „Vier Finger“ auch Mehdi Bajestani sowie unter anderem Gordana Boban und Aenne Schwarz zur Besetzung.
Schüsse im Club, viele Jahre später neue Fragen
„Nebel“ setzt in Frankfurt 1987 an, als in einem Club im Stroboskoplicht plötzlich Schüsse fallen. Jahrzehnte später stehen Ingrid, gespielt von Ruth Reinecke, und ihr Mann Gerhard Schatz, gespielt von Rainer Bock, kurz vor dem 50. Hochzeitstag. Der an Demenz erkrankte Gerhard beginnt zu zittern und zu weinen, bittet um Vergebung und spricht immer wieder von einem „Michel“ und dem „Rodeo“. Ingrid wendet sich an ihre Nichte Sandra Schatz, und Azadi und Kulina öffnen daraufhin die alten Akten.
Ein lange als gelöst geltender Fall
Die Ermittlungen führen zurück zu einem Amoklauf im Frankfurter Schwulenclub „Rodeo“, bei dem damals fünf Männer starben. Der Fall gilt seit Jahrzehnten als gelöst, weil sich der Hauptverdächtige in der Untersuchungshaft das Leben nahm. Die neuen Nachforschungen rücken jedoch andere Verdächtige ins Licht und bringen eine jahrzehntelang verschwiegene Liebesgeschichte an die Oberfläche. In weiteren Rollen stehen unter anderem Burghart Klaußner, Johannes Kienast und Hans Löw vor der Kamera. [red]
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |