SWR Story: Warum Stuttgart 21 wohl erst ab Dezember 2031 klappt
- Stuttgart 21: Die SWR Story thematisiert neue Hinweise auf eine Fehlerkette und eine mögliche Eröffnung erst ab Dezember 2031.
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SWR Story: Stuttgart 21 - verplant, verbaut, verschoben. Bei Stuttgart 21 rückt ein neues Datum in den Fokus: Nach Recherchen liegt eine Eröffnung wohl frühestens im Dezember 2031. In der Dokumentation geht es dabei unter anderem um eine Fehlerkette bei Kabeln und um die Frage, wie es nach vielen Verschiebungen weitergehen soll.
Insider berichten, dass mehr als 1.000 Kilometer Kabel und Kabelschächte falsch verlegt worden sein sollen. Ein großer Teil müsse demnach ausgetauscht werden, damit der neue Bahnknoten überhaupt betriebsfähig wird.
SWR Story: Was hinter der Fehlerkette stecken soll
Als Ausgangspunkt nennt die Recherche Probleme rund um die digitale Signaltechnik ETCS, die die Bahn laut einem Bahn-Experten beim Güterverkehr zu spät mitgedacht habe. Das führte demnach zu 45 Millionen Euro für eine doppelte Signalausstattung. In der Folge seien Kabel verlegt worden, ohne vorher zu prüfen, ob es die richtigen sind.
Weil Stuttgart 21 ohne ETCS nicht betriebsfähig sei, hält die Recherche eine Inbetriebnahme erst im Dezember 2031 für realistisch. Offiziell stehen die Kosten bei 11,5 Milliarden Euro, mit Folgeprojekten kommt die Recherche auf rund 25 Milliarden Euro.
Verschobene Termine und Alltag rund um die Baustelle
Eigentlich sollte der Tiefbahnhof Ende 2026 eröffnen, doch Bahnchefin Palla kassierte diesen Termin im vergangenen Jahr. Zuvor standen unter anderem 2019 und 2021 als Daten im Raum, zuletzt Dezember 2026. Auch Kritiker wie Boris Palmer sprechen in diesem Zusammenhang von einem Trauerspiel.
Ein Lokführer von Arverio begleitet ein SWR-Team auf der Fahrt von Geislingen nach Stuttgart und schildert, was er fast täglich erlebt. Je näher der Zug an den Stuttgarter Knoten kommt, desto mehr geht es um Signalstörungen, das Warten auf freie Gleise und veraltete Infrastruktur.
Was die Bahn dazu sagt
Bahnvorstand Philipp Nagl verweist in der Dokumentation auf eine Revision, die alles genau anschaue und der Bahn „einen ordentlichen gesamthaften Überblick" geben werde, „wie es weitergeht", so Nagl. Zudem erklärt die DB schriftlich: „Die Geschäftsführung der DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH ist damit beauftragt, bis spätestens Mitte 2026 ein neues Inbetriebnahmekonzept für 'S 21' zu erarbeiten und mit allen Projektpartnern verbindlich abzustimmen".
Die Dokumentation „SWR Story: Stuttgart 21 - verplant, verbaut, verschoben" von Frieder Kümmerer und Alexander Schweitzer läuft am 11. Juni um 21 Uhr im SWR und steht ab 5 Uhr in der ARD Mediathek unter ARD Mediathek . [red]
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |