SWR Kindermedientag: Fake News checken und Podcast machen in Mainz
- SWR Kindermedientag: Kinder erleben im Funkhaus Mainz Workshops rund um Faktenchecks, Nachrichtenstudio und Audioformate zum Mitmachen.
- Foto: SWR - Südwestrundfunk, Foto: Lukas Greif
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SWR Kindermedientag. Wie erkennt man Fake News, und wie wird aus einer Idee ein Podcast? Genau das haben Kinder am 20. August im Funkhaus Mainz beim ersten SWR Kindermedientag praktisch ausprobiert.
Schülerinnen und Schüler der dritten bis fünften Klassen aus Mainz, Gimbsheim und Ingelheim rätselten, diskutierten und gingen auf Faktencheck-Suche. Eine Schülerin fasste ihre Eindrücke so zusammen: „Den Tag fand ich sehr spaßig. Wir haben gelernt, dass Medien nicht alles zeigen und die KI auch manchmal lügt und dass wir uns nicht auf KI verlassen können.”
SWR Kindermedientag: Mit Tim und Soraya auf Faktencheck-Suche
Den Auftakt bildete eine interaktive Keynote mit Tim und Soraya aus „Team Timster”. Gemeinsam ging es um die Frage: „Stimmt das wirklich oder ist das Quatsch?”
Dabei lernten die Kinder auch, wie Reporterinnen und Reporter arbeiten, woran sich verlässliche Informationen erkennen lassen und wie sich Falschmeldungen entlarven lassen. Miträtseln war ausdrücklich Teil des Programms.
Blick ins Studio und ran ans Mikrofon
In Workshops ging es danach in die Praxis der Medienproduktion. Im Nachrichtenstudio gab SWR Aktuell Redakteurin Franziska Lenhardt Einblicke in die Abläufe einer Nachrichtensendung, inklusive Besuch der Regie und einer Teleprompter-Challenge.
Im Workshop „Tigerenten Club - Die Hör-Spiel-Show” zeigten Nicolas Caspar und Ines Neidig, wie ein Podcast entsteht. Die Kinder entwickelten dabei gemeinsam eine eigene kleine Podcast-Folge.
Hörspiel, Kinderreporter und Strategien gegen Manipulation
Bei „Mission magisches Tagebuch” tauchten die Klassen ausgehend vom ARD Hörspiel mit Ursi Zeilinger von planet schule in die Welt der Figuren Klara, Keks und Matte ein und probierten Stimmen, Geräusche und Szenen selbst aus.
Im „FakeNews Finder - Superkinder!” Workshop erklärten Journalistin Insa Backe und Dirk Beerhenke vom WDR Strategien zum Überprüfen von Informationen und sprachen mit den Kindern darüber, wie Fake News entstehen und warum sie verbreitet werden.
Am Nachmittag: Fortbildung für Lehrkräfte
Während am Vormittag die Kinder im Mittelpunkt standen, richtete sich das Programm am Nachmittag an Lehrkräfte. In einer digitalen Fortbildung von SWR und WDR ging es unter anderem um Fake News, Manipulation und Cybercrime, Grooming, sexualisierte Gewalt und Kindeswohlgefährdung sowie Radikalisierung.
Anonymisierte Erfahrungsberichte von Lehrkräften, Videos mit Schauspielerin Lina Beckmann und Praxisbeispiele sollten die Themen greifbar machen. Eine Lehrkraft zog ein klares Fazit: „Ich finde das ein wichtiges Angebot, gerade für die Frühprävention bei Kindern. Die Kinder kommen doch deutlich mehr mit Medien und Medieninhalten in Kontakt als wir das eh schon vermutet haben. Es ist gut, dass den Kindern hier ein geschützter Raum mit Ansprechpersonen für Ihre Fragen geboten wurde.”, so Herr Krüger. [red]
Autor:Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern |