SUP-Tour sicher planen: 8 wichtige Regeln für Paddler auf See und Fluss
- Sonnenschutz, Handy, Pfeife, Taschenlampe und Trinkflasche sollte man mitnehmen, wenn es aufs Wasser geht.
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SUP‑Tour sicher planen. Wer auf dem Stand‑up‑Paddle‑Board unterwegs ist, kann Seen und Flüsse entspannt erleben. Damit die Tour nicht durch Wind, Strömung oder kaltes Wasser gefährlich wird, helfen einige einfache Sicherheitsregeln. Hinweise von Rettungsexperten zeigen, worauf es vor und während der Fahrt ankommt.
Stand‑up‑Paddling wirkt ruhig und unkompliziert. Doch selbst auf einem See kann ein Sturz ins Wasser oder plötzlich aufkommender Gegenwind schnell zur Belastung werden. "Dann kann es zu einem Kälteschock mit Bewusstlosigkeit kommen", warnt Patrick Ruffing von der Deutschen Lebens‑Rettungs‑Gesellschaft (DLRG).
Auch Rettungseinsätze entstehen häufig durch eine Fehleinschätzung der Kräfte. "Menschen paddeln mit dem SUP auf die Mitte eines Sees hinaus, unterschätzen den Gegenwind auf dem Rückweg, kommen nicht mehr voran - und ihnen geht irgendwann die Kraft aus." Strömungen in Flüssen können zusätzlich zum Risiko werden.
Diese Sicherheitsregeln helfen bei SUP‑Touren
- Board kennzeichnen. Ein Name und Kontaktdaten auf dem Board helfen im Ernstfall. Wird ein herrenloses Board gefunden, lässt sich schnell klären, ob eine Suchaktion nötig ist.
- Tour bei einer Person an Land anmelden. Wer Start und geplante Rückkehr mitteilt, erleichtert Hilfe, falls etwas schiefgeht.
- Schwimmweste tragen. Kommt es zu einem Kälteschock mit Bewusstlosigkeit, bleibt mit einer ohnmachtssicheren Rettungsweste der Kopf über Wasser. Geeignet sind Westen mit etwa 50 Newton Auftrieb und der Kennzeichnung DIN EN ISO 12402‑5.
- Sicherheitsleine passend einsetzen. Eine Leash verbindet Board und Paddler. Auf Flüssen empfiehlt die DLRG jedoch, sie nicht am Fuß zu befestigen, weil Strömung und Hindernisse gefährlich werden können.
- Technik zeigen lassen. Ein kurzer Kurs oder eine Einweisung hilft beim Gleichgewicht, beim Aufsteigen nach einem Sturz und beim richtigen Paddelschlag. Nichtschwimmer sollten grundsätzlich nicht aufs Board.
- Route und Wetter prüfen. Wind, Gewitter oder starke Strömung können eine Tour schnell verändern. Schifffahrtswege und Schleusen gelten als tabu. Informationen zu Befahrungsregeln bietet der Deutsche Kanu‑Verband.
- Handy wasserdicht verpacken. In einer Drybag oder Hülle bleibt das Smartphone erreichbar. Eine Taschenlampe oder Pfeife kann zusätzlich helfen, Aufmerksamkeit zu erzeugen.
- Sonnen- und Trinkschutz einplanen. Auf dem Wasser fehlt oft Schatten. Cap, Sonnencreme, UV‑Shirt und ausreichend Wasser schützen vor Sonnenbrand und Kreislaufproblemen.
Rücksicht auf Natur und andere Boote
Auf Gewässern gelten ähnliche Regeln wie im Straßenverkehr. Boote halten sich rechts und weichen nach rechts aus. Schilfbereiche sollten gemieden werden. Dort brüten häufig Vögel und außerdem können sich Boards und Leinen leicht verfangen.
Wenn Gegenwind oder Strömung zu stark werden und die Kräfte nachlassen, kann eine kurze Pause auf dem Board helfen. Experten raten, in solchen Situationen frühzeitig Hilfe zu rufen statt zu lange zu warten. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |