Stau auf Autobahnen: So reist es sich am Wochenende entspannter
- Ferienzeit ist Stauzeit – Wer am Wochenende auf der Autobahn unterwegs ist, sollte Geduld mitbringen. Bei flexibler Reiseplanung lassen sich Staus umgehen. (zu dpa: «Weiterhin oft Stillstand auf den Autobahnen»)
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Stau auf Autobahnen. Wer von Freitag, 10. Juli, bis Sonntag, 12. Juli, in den Urlaub oder zurückfährt, muss auf vielen Autobahnen mit Verzögerungen rechnen. Etwas entspannter läuft die Reise nach Einschätzung von ADAC und ACE vor allem früh am Sonntag bis etwa 13 Uhr oder unter der Woche am Dienstag und Mittwoch außerhalb des Berufsverkehrs.
Mit dem Ferienbeginn in Berlin, Brandenburg, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern steigt die Staugefahr weiter. Hinzu kommen Tagesausflügler, Kurzentschlossene und erste Heimreisende. Besonders voll werden laut den Autoclubs die Routen Richtung Alpen, Mittelmeer sowie an Nord- und Ostsee.
Freitag bleibt der staureichste Start in die Reise
Am Freitag rechnet der ACE schon ab dem frühen Mittag mit viel Verkehr und hoher Staugefahr. Vor allem in den Regionen der Ferienstarter wie Berlin und Hamburg seien auf Fernstraßen und klassischen Urlaubsrouten bis etwa 20 Uhr längere Staus möglich.
Zusätzlich bremsen zahlreiche Baustellen den Verkehr. Der ADAC zählt bundesweit rund 1.000 Dauerbaustellen. Dazu können kurzfristige Einschränkungen kommen, etwa nach Hitzeschäden an Fahrbahnen.
Samstag und Sonntag mit kurzen Zeitfenstern für eine ruhigere Fahrt
Am Samstag bleibt das Verkehrsaufkommen laut ACE insgesamt hoch. Frühmorgens bis etwa 9 Uhr ist die Staugefahr demnach nur mittel. Danach wird es vor allem bis etwa 17 Uhr wieder deutlich voller. Am frühen Abend dürfte sich die Lage spürbar entspannen.
Für etwas Entlastung kann das Sommerreise-Fahrverbot für schwere Lastwagen sorgen. Es gilt an allen Samstagen im Juli und August von 7 Uhr bis 20 Uhr. An Sonntagen besteht das Fahrverbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen ohnehin ganzjährig von 0 Uhr bis 22 Uhr.
Am Sonntag ist bis etwa 13 Uhr laut ACE noch eine «weitgehend entspannte Reise» möglich. Danach nimmt vor allem auf Heimreiserouten der Verkehr zu. Der ADAC zählt den Sonntagnachmittag neben Freitagnachmittag und Samstagvormittag zu den Phasen mit den meisten Staus.
Auf diesen Strecken wird es besonders voll
Betroffen sind vor allem die Großräume Hamburg, Berlin, Rhein-Main, Rhein-Ruhr, Stuttgart und München. Dazu kommen viele Fernrouten, unter anderem:
- A 1 von Lübeck über Hamburg, Bremen und Dortmund bis Köln
- A 3 von Oberhausen über Köln und Frankfurt am Main bis Passau
- A 5 von Frankfurt am Main über Karlsruhe bis Basel
- A 7 von Hamburg über Hannover, Kassel und Würzburg bis Füssen
- A 8 von Karlsruhe über Stuttgart und München bis Salzburg
- A 9 von Berlin über Halle, Leipzig und Nürnberg bis München
- A 93 von Kiefersfelden bis Rosenheim
- A 95 von München bis Garmisch-Partenkirchen
- A 99 rund um München
Auch auf weiteren Autobahnen in Deutschland erwarten die Clubs in beiden Richtungen längere Verzögerungen. Geplante Vollsperrungen sind im Vergleich zu den Vorwochen zwar seltener. Einzelne Einschränkungen bleiben aber bestehen, etwa auf der A 1 im Raum Hamburg.
Im Ausland steigt der Druck auf die Transitrouten
Auch in Österreich und der Schweiz zieht der Reiseverkehr an. Besonders belastet sind in Österreich unter anderem die Tauern-Autobahn, die Inntal-Autobahn, die Brenner-Autobahn und die Fernpass-Route. In Tirol gelten auf mehreren Ausweichstrecken weiter Abfahrtssperren und Fahrverbote für den Transitverkehr an Samstagen, Sonn- und Feiertagen.
An den Grenzübergängen Suben auf der A 3, Walserberg auf der A 8 und Kiefersfelden auf der A 93 sind wegen stichprobenhafter Einreisekontrollen Wartezeiten möglich.
In der Schweiz füllen sich vor allem die Nord-Süd-Achsen. Auf der Gotthardroute A 2 sind laut ACE lange Staus und Wartezeiten von mehr als einer Stunde wahrscheinlich. Ab etwa einer Stunde Wartezeit kann die San-Bernardino-Route über die A 13 eine Alternative sein, auch dort dürfte es allerdings voll werden.
Dienstag und Mittwoch bleiben die besseren Reisetage
Wer zeitlich flexibel ist, reist nach Einschätzung des ACE unter der Woche meist deutlich ruhiger. Als besonders ungünstig gilt der Freitag, weil dann Pendelverkehr und Reisewelle zusammenkommen. Am Wochenende ist der Sonntag insgesamt der etwas günstigere Reisetag, solange die Fahrt möglichst vor dem Mittag beginnt.
Für viele Autofahrer bedeutet das vor allem eines. Die beste Entlastung entsteht weniger durch eine andere Route als durch einen möglichst frühen oder auf die Woche verlegten Start. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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