Sonos leichter steuern: KI kommt in Lautsprecher
- Mehr Technik in Sonos neuer Soundbar: Die neue Beam Ultra verspricht vollen Dolby-Atmos-Klang und klarere Dialoge.
- Foto: Heather Sten/Sonos/dpa-mag
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Sonos KI-Steuerung. Sonos-Nutzer können Musik künftig einfacher per KI-Chat starten, müssen dafür aber ihr System mit Diensten wie ChatGPT oder Claude verbinden.
Im Alltag betrifft das vor allem Haushalte mit mehreren Sonos-Lautsprechern: Statt in der App Räume und Musikquellen auszuwählen, soll eine Anweisung im Chat genügen, um bestimmte Musik in einem Raum abzuspielen. Sonos-Manager Andy Sutherland erläuterte, dass die Verbindung mit dem Chatbot unkompliziert ablaufen soll.
Eine wichtige Einschränkung bleibt für Apple-Nutzer bestehen. Apples Sprachassistentin Siri wird dabei nicht unterstützt. Wer Sonos bisher stark über Apple-Sprachsteuerung nutzt, bekommt durch die neue KI-Anbindung deshalb keinen direkten Siri-Ersatz.
KI-Assistent soll Musik gezielter steuern
Zusätzlich führt Sonos einen eigenen KI-Assistenten für die Musiksteuerung ein. Er basiert auf externer Chatbot-Software, den Anbieter nennt Sonos nicht. Für Nutzer ist vor allem relevant, dass die Steuerung stärker über normale Sprache laufen soll und weniger über einzelne App-Schritte.
Ab dem kommenden Jahr sollen Kunden außerdem eigene KI-Agenten über das Sonos-System entwerfen können. Solche Agenten können Aufgaben eigenständig im Auftrag der Nutzer erledigen. Konkrete Beispiele und Grenzen nannte Sonos zunächst nicht.
Sonos 27 erkennt Räume und Gerätepositionen
Mit dem Audio-Betriebssystem Sonos 27 plant der Hersteller größere Plattform-Updates künftig jährlich. Eine zentrale Neuerung heißt Sonos Fabric. Damit können Geräte einander und ihre Position im Raum erkennen.
Praktisch wird das zuerst bei tragbaren Sonos-Geräten im Heimkino. Wird ein mobiler Lautsprecher aus dem Raum genommen, etwa für ein Picknick, trennt er sich vorübergehend selbstständig vom Surround-Set-up. Kommt er zurück, übernimmt er automatisch wieder seinen Surround-Kanal.
Für Haushalte mit mehreren Räumen kann auch der Wechsel zwischen Lautsprechern und Kopfhörern einfacher werden. Musik lässt sich von Sonos-Lautsprechern nahtlos auf die hauseigenen Ace-Kopfhörer verlagern. In einem anderen Raum kann der Ton anschließend wieder an dortige Sonos-Speaker übergeben werden.
Neue Geräte kosten 699 Euro und 449 Euro
Bei der mittelgroßen Soundbar Beam bringt Sonos die neue Version Ultra. Sie hat nun neun statt bisher fünf Treiber und soll Dolby Atmos im Format 7.1.2 unterstützen. Ein neu gestalteter Center-Kanal soll Dialoge klarer wiedergeben. Nach Angaben des Hardware-Verantwortlichen Brandon Holley wurden die Treiber für das kompakte Format neu entwickelt.
Auch die Ace-Kopfhörer erhalten eine Ultra-Version. Der Ace Ultra bekommt einen neuen 40-Millimeter-Treiber und eine verbesserte Unterdrückung von Umgebungsgeräuschen. Außerdem kann er sich nun direkt mit dem Sonos-System verbinden, ohne den Umweg über die Smartphone-App.
Für Kaufentscheidungen sind vor allem Preis und Starttermin wichtig. Die Soundbar Beam Ultra kostet 699 Euro, der Kopfhörer Ace Ultra 449 Euro. Beide Geräte sollen ab Dienstag, 29. September, ausgeliefert werden.
Die Neuerungen lohnen sich vor allem dort, wo Sonos bereits in mehreren Räumen genutzt wird. Einzelne Lautsprecher profitieren eher von der einfacheren Bedienung als von allen neuen Funktionen. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |