Sommerstauden pflegen: So bleiben Katzenminze, Storchschnabel und Zierlauch lange schön
- Wie viele Sommerstauden braucht auch Ziersalbei im Hochsommer meist nur wenig Pflege.
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Sommerstauden pflegen. Sommerstauden sind die entspannten Stars im Garten. Viele Arten kommen selbst im Hochsommer mit erstaunlich wenig Pflege aus und bleiben trotzdem gesund, stabil und blühfreudig.
Wer ein paar einfache Maßnahmen kennt, spart Zeit, hält Stauden wie Katzenminze, Storchschnabel oder Zierlauch länger in Form und sorgt dafür, dass das Beet auch in heißen Wochen attraktiv aussieht. Stauden sind mehrjährige Pflanzen, die jedes Jahr wieder austreiben. Ist der Standort passend gewählt, brauchen sie deutlich weniger Aufmerksamkeit als viele Sommerblumen
Wenig Aufwand in der Pflege von Sommerstauden
Gerade im Sommer reichen oft schon kleine Eingriffe, um Staudenbeete gepflegt und vital zu halten. Werden hohe Stauden instabil, helfen einfache Stützen, damit Triebe nicht in Wege oder benachbarte Beete kippen. Für einzelne Blütenstiele genügen oft Bambusstäbe, stärker blühende oder groß werdende Stauden lassen sich mit Stützringen sicher in Form halten, weiß Mein schöner Garten.
Auch Verblühtes darf regelmäßig entfernt werden. Das verbessert nicht nur die Optik, sondern kann bei manchen Arten sogar die Blüte verlängern. Einige Stauden danken einen Rückschnitt nach der ersten Blüte sogar mit einem zweiten Flor — dazu zählen etwa Rittersporn, Steppen-Salbei oder Jakobsleiter. Auch Sommersalbei, Lupinen und Rittersporn blühen nach einem bodennahen Rückschnitt oft ein zweites Mal besonders schön.
Sommerstauden düngen: nur dosiert und nur bis August
Arten, die den ganzen Sommer über weiterblühen sollen, profitieren bis August von etwas Dünger. Geeignet ist laut Staudengärtnerin Svenja Schwedtke vor allem ein organischer Volldünger. Wichtig ist danach gründliches Gießen, damit die Pflanzen die Nährstoffe auch aufnehmen können.
Dabei gilt: Weniger ist oft mehr. Zu viele Nährstoffe fördern zwar üppiges Wachstum, machen das Gewebe aber weicher — und damit anfälliger für Pilzkrankheiten wie Mehltau. Viele Stauden kommen ohnehin mit einer moderaten Nährstoffversorgung gut zurecht. Vor allem stark zehrende, großblütige Arten benötigen zusätzliche Gaben.
Wasser nur bei klaren Anzeichen
Wer standortgerecht gepflanzt hat, muss im Sommer meist nicht ständig zur Gießkanne greifen. Durst zeigen viele Stauden selbst an: Das Laub wirkt dann silbrig-grau, die Blätter rollen sich ein. Spätestens dann ist Wasser sinnvoll. Wenn gegossen wird, dann am besten durchdringend statt täglich nur ein bisschen.
Genau das empfehlen auch Gartenfachquellen. Stauden sollten vorzugsweise in den frühen Morgenstunden gewässert werden. Dann nimmt der Boden das Wasser besser auf, und die Pflanzen erleiden keinen Kälteschock. Häufiges oberflächliches Gießen ist dagegen ungünstig, weil die Wurzeln dann eher in den oberen Bodenschichten bleiben und Trockenphasen schlechter überstehen.
Wichtig ist außerdem: Nicht jede Staude hat denselben Wasserbedarf. Arten für sonnige, trockene Lagen kommen mit deutlich weniger Feuchtigkeit aus, während etwa Astilben oder Sterndolden sensibler auf Trockenheit reagieren.
Vertrocknet wirkt oft schlimmer, als es ist
Wirkt eine Staude oberirdisch vertrocknet, ist sie oft noch nicht verloren. Häufig reicht es, trockene Pflanzenteile zurückzuschneiden, gründlich zu gießen und etwas Geduld zu haben. Viele robuste Stauden treiben erneut aus.
Das passt auch zu den allgemeinen Pflegeempfehlungen für den Sommer: Ein rechtzeitiger Rückschnitt kann nicht nur für ein ordentliches Erscheinungsbild sorgen, sondern die Pflanzen sogar zu neuem Austrieb anregen. Bodendecker und Polsterstauden können je nach Art sogar um ein bis zwei Drittel eingekürzt werden und wachsen anschließend oft dichter nach, informiert Compo.
Die wichtigsten Sommerregeln auf einen Blick
- Hohe Triebe bei Bedarf abstützen.
- Verblühtes für ein gepflegtes Bild abschneiden.
- Einige Arten nach der ersten Blüte zurückschneiden, um eine zweite Blüte anzuregen.
- Nur bis August düngen.
- Nach dem Düngen immer gründlich gießen.
- Bei Trockenheit auf eingerollte Blätter und graues Laub achten.
- Am besten morgens und durchdringend gießen, nicht nur oberflächlich.
Herbst ist meist die beste Pflanzzeit
Neue Stauden lassen sich besonders gut setzen, wenn eine längere Regenphase bevorsteht. Ansonsten gelten September und Oktober als günstige Zeit für die Pflanzung. Das ist auch deshalb sinnvoll, weil der Pflegeaufwand im Sommer dann gering bleibt: Die Pflanzen können sich in der kühleren, feuchteren Jahreszeit besser einwurzeln und starten kräftiger in die nächste Saison.
Eine Ausnahme sind herbstblühende Arten wie Herbstzeitlose oder Herbstkrokusse. Sie kommen schon im August in die Erde und blühen im Oktober. Die meisten im Herbst gepflanzten Stauden zeigen ihre Blüten allerdings erst im folgenden Jahr. So bleibt der Pflegeaufwand im Sommer gering, ohne dass der Garten langfristig an Blüten verliert.
Extra-Tipp für üppige Stauden-Beete
Viele Stauden profitieren nicht nur von Schnitt und etwas Dünger, sondern auch davon, regelmäßig beobachtet zu werden. Denn oft zeigen sie früh, was ihnen fehlt: kippen sie auseinander, brauchen sie Halt; lässt die Blüte nach, kann ein Rückschnitt helfen; rollen sich die Blätter ein, ist es Zeit zu gießen. Genau diese kleinen, gezielten Handgriffe machen den Unterschied zwischen einem Beet, das irgendwie durch den Sommer kommt, und einem, das bis in den Spätsommer hinein richtig gut aussieht.
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |