Sommerflieder im Garten: Warum Experten von der Pflanze abraten
- Der Schmetterlingsflieder ist für viele anziehend, doch umstritten
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Im Garten soll es summen, blühen und bunt sein – und für viele gehört Schmetterlingsflieder deshalb einfach dazu. Der Strauch gilt als Magnet für Falter und blüht besonders lange. Doch hinter der beliebten Gartenpflanze steckt ein Problem, das viele nicht kennen.
Für viele ist der Garten eine grüne Oase und Ruhestätte in einem sonst chaotischen Leben. Man fühlt sich mit der Natur verbunden, Pflanzen blühen, es duftet herrlich und man hört im Hintergrund ein beständiges Summen und Brummen von Schmetterlingen und Bienen. Besonders Schmetterlinge sind ein schöner Anblick im Garten, den man unbedingt mit der richtigen Nahrungsquelle unterstützen möchte.
Wann ist die Blütezeit von Schmetterlingsflieder?
Dazu ist für viele der Sommerflieder die perfekte Pflanze, um Schmetterlingen und anderen Insekten für lange Zeit die ideale Nahrungsquelle zu bieten. Weiterhin punktet er mit seinen prächtigen und bunten Blütenständen in den Farben Violett, Purpurrot, Rosa oder Weiß und seinem betörenden Duft.
Besonders praktisch am Schmetterlingsflieder ist seine Blütezeit. Während andere Pflanzenarten ihre Blütezeit bereits im Frühjahr haben, blüht der Sommerflieder erst Mitte Juni so richtig auf und erfreut bis in den Herbst mit seinen schönen Farben. Darüber hinaus ist der Sommerflieder sehr anspruchslos und kommt selbst mit trockenem Boden und schlechten Bedingungen klar.
Schon gewusst?
Sommerflieder und Schmetterlingsflieder bezeichnen dieselbe Pflanze: Buddleja davidii, auch Schmetterlingsbusch genannt. Trotz des ähnlichen Namens ist sie nicht mit dem Gemeinen Flieder verwandt. Ursprünglich stammt der Sommerflieder aus China und Tibet. Kritisch gesehen wird er, weil er als invasiver Neophyt gilt – also als gebietsfremde Pflanze, die sich so stark ausbreitet, dass sie heimische Arten verdrängen kann. Eine besondere Gefahr für die Artenvielfalt ist seine enorme Samenproduktion: Ein einzelner Strauch kann nach der Blüte bis zu 3 Millionen Samen bilden, die vor allem durch den Wind verbreitet werden. Hinzu kommt, dass Sommerflieder als Pionierpflanze selbst auf nährstoffarmen Standorten leicht keimt und wächst. Zwar bieten seine Blüten vielen Insekten reichlich Nektar und Pollen, wegen seiner schnellen Ausbreitung ist der Strauch ökologisch jedoch umstritten.
Ist Sommerflieder winterhart?
Für viele Insekten und vor allem Schmetterlinge bieten die Schmetterlingsflieder-Blüten eine ideale Nahrungsquelle im Hoch- sowie Spätsommer. Oft findet man den Admiral, den C-Falter. das Tagpfauenauge und den Zitronenfalter um die Blüten des Sommerflieders schweben.
Je nach Schmetterlingsflieder-Sorte ist die Pflanze bis -10 Gard Celsius und -15 Grad Celsius winterhart. Ab einem Alter von fünf Jahren trotzt Sommerflieder problemlos der Kälte. Wer noch keinen Schmetterlingsflieder sollte es sich genau überlegen, ob er sich einen anschaffen möchte.
Was ist das Problem mit Schmetterlingsflieder?
Der Schmetterlingsflieder ist ein sogenannter invasiver Neophyt. Das heißt, es handelt sich bei dem schön blühenden Strauch um eine gebietsfremde Pflanze, die sich zudem rasant ausbreitet und dadurch heimische Pflanzen verdrängt. Dadurch stellt der Sommerflieder eine Gefahr für die Artenvielfalt dar. Darüber hinaus bietet der Schmetterlingsflieder Raupen keinerlei Nahrung.
In der Schweiz ist der Verkauf und Import von Sommerflieder seit September 2024 verboten. Dadurch möchte man die weitere Ausbreitung der invasiven Pflanze eindämmen und die heimische Artenvielfalt schützen. Öko-Test empfiehlt, wer bisher keinen Schmetterlingsflieder im Garten hat, sollte auch weiterhin keinen Pflanzen es gibt viele andere Pflanzen, die Schmetterlingen und anderen Insekten Nahrung bieten und bis spät ins Jahr blühen.
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |
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