Sommerernte clever retten: Dieses Obst und Gemüse lässt sich jetzt besonders gut einfrieren
- Himbeeren auf Vorrat: Obst und Gemüse lässt sich meist problemlos einfrieren. Praktisch, wenn im August alles auf einmal reif wird.
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Sommerernte clever retten. Zu viele Beeren, Bohnen oder Zucchini im August? Dann muss nichts davon im Biomüll landen. Wer seine Sommerernte rechtzeitig einfriert, kann Obst, Gemüse und Kräuter über Monate haltbar machen. Oft mit wenig Aufwand und kaum Qualitätsverlust.
Obst ist in vielen Fällen unkompliziert fürs Gefrierfach. Auch zahlreiche Gemüsesorten lassen sich gut einfrieren. Vor allem dann, wenn sie vorher richtig vorbereitet werden. Kritisch sind dagegen Salat, Gurken oder Tomaten: Sie werden nach dem Auftauen häufig weich und matschig. Tomaten können zwar eingefroren werden, eignen sich danach aber eher zum Kochen, etwa für Soßen, nicht mehr für Salate oder als Rohkost. Auch rohe Kartoffeln verändern durch das Einfrieren ihre Konsistenz deutlich und sind dafür meist ungeeignet.
Warum muss man Gemüse vor dem einfrieren Blanchieren?
Bei vielen Gemüsesorten lohnt sich ein kurzer Schritt extra: das Blanchieren. Karotten, Erbsen, Bohnen oder Kohlsorten bleiben dadurch in Farbe, Geschmack und Nährstoffqualität besser erhalten, wie die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg erklärt. Außerdem werden dabei Enzyme deaktiviert, was die Haltbarkeit verbessert und dazu beiträgt, dass weniger Vitamine verloren gehen.
So geht’s:
- Gemüse waschen, putzen und in Stücke schneiden.
- Je nach Sorte 3 bis 5 Minuten in kochendem Wasser blanchieren.
- Anschließend in Eiswasser abschrecken.
- Gut abtropfen lassen und luftdicht verpacken.
- Besonders gut zum Blanchieren vor dem Einfrieren geeignet sind unter anderem Blumenkohl, Bohnen, Brokkoli, Erbsen, Fenchel, Kohlrabi, Mangold, Möhren, Rosenkohl und Spinat.
Welche Gemüsesorten kann man auch roh einfrieren?
Nicht jedes Gemüse muss vorgekocht werden. Einige Sorten dürfen direkt ins Gefrierfach, darunter Kürbis, Lauchzwiebeln, Paprika, Pilze, Spargel und Zucchini. Wichtig ist dabei vor allem, nur frische und unbeschädigte Ware einzufrieren und sie möglichst luftdicht zu verpacken.
Ein praktischer Tipp: Wer verhindern möchte, dass Gemüsestücke zu einem großen Block zusammenfrieren, kann sie zunächst mit etwas Abstand auf einem Tablett vorfrieren und erst danach in Dosen oder Beutel umfüllen.
Wie friert man Kräuter am besten ein?
Auch Kräuter sind ideal für das Gefrierfach. Besonders praktisch: fein gehackt in Eiswürfelformen einfrieren, damit sie später portionsweise direkt in Pfanne, Topf oder Soße wandern können.
Weitere einfache Ideen:
- Sehr reife Bananen in Stücke schneiden, einfrieren und später zu cremiger „Nicecream“ pürieren.
- Übrig gebliebenen Kaffee als Eiswürfel einfrieren und für Eiskaffee verwenden.
- Gekochte Reste oder ganze Mahlzeiten portionsweise einfrieren, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden.
Wie bleibt die Sommerernte lange haltbar?
Entscheidend ist die richtige Lagerung. Lebensmittel sollten möglichst luftdicht verpackt werden, damit kein Gefrierbrand entsteht und Geschmack sowie Konsistenz erhalten bleiben. Sinnvoll ist außerdem, kleine Portionen einzufrieren und die Behälter mit Inhalt und Datum zu beschriften.
Gemüse hält sich im Tiefkühlfach je nach Sorte und Verpackung meist etwa 6 bis 12 Monate. Die Temperatur sollte bei mindestens minus 18 Grad liegen. Tiefgefrieren hemmt zwar das Wachstum von Mikroorganismen, tötet sie aber nicht ab. Aufgetaute Lebensmittel sollten deshalb rasch verbraucht oder gut durchgegart werden.
Die einfache Regel für den Alltag
Wer seine Sommerernte retten will, kann sich an einer Faustregel orientieren: Je geringer der Wasseranteil und je besser die Vorbereitung, desto besser klappt das Einfrieren. So werden aus Ernteüberschüssen keine Abfälle, sondern praktische Vorräte für die kommenden Monate.
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |