Sojasauce richtig nutzen: Hell oder dunkel macht den Unterschied
- Unverzichtbares Würzmittel: Die Sojasauce ist aus der asiatischen Küche nicht wegzudenken.
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Sojasauce unterscheiden. Helle Sojasauce würzt milder, dunkle schmeckt kräftiger und leicht süßlich, deshalb passt die Auswahl vor allem zum Gericht und zum eigenen Geschmack.
Ob gebratener Reis, Sushi, Frühlingsrollen oder Tofu: Vor dem Regal im Supermarkt hilft die Unterscheidung bei der praktischen Entscheidung. Beide Varianten basieren auf fermentierten Sojabohnen, unterscheiden sich aber meist in Reifezeit, Zutaten und Geschmack.
"Die Basis jeder Sojasauce sind Sojabohnen, die zusammen mit Salz und Wasser fermentiert werden", erklärt Ernährungsexpertin Katharina Holthausen von der Verbraucherzentrale Bayern. Je nach Produkt können weitere Zutaten wie Weizen enthalten sein.
Dunkle Sojasauce schmeckt kräftiger und leicht süßlich
Dunkle Sojasauce fermentiert in der Regel etwas länger. Häufig wird ihr Melasse zugesetzt, ein Sirup, der bei der Zuckerproduktion etwa aus Rüben entsteht. Dadurch wirkt die dunkle Variante kräftiger und etwas süßer, auch wenn sie optisch nicht immer viel dunkler aussieht.
"Helle Sojasauce schmeckt milder", sagt Katharina Holthausen. Welche Flasche im Alltag besser passt, hängt daher vor allem vom Gericht ab. Die Verbraucherzentrale Bayern ordnet die Verwendung grob so ein:
- Helle Sojasauce passt gut zum Würzen von Fleisch, Fisch und Tofu.
- Dunkle Sojasauce eignet sich für Schmorgerichte, Eintöpfe oder als Dip.
- Für gebratenen Reis oder Gemüsepfannen entscheidet meist der gewünschte Geschmack.
Der Salzgehalt macht sparsames Dosieren sinnvoll
Sojasauce hält sich auch nach dem Öffnen viele Monate, unter anderem wegen ihres hohen Salzgehalts. Genau dieser Punkt ist für die Menge entscheidend: "Weil Sojasauce so viel Salz enthält, sollte man sie nur sparsam verwenden", rät Holthausen.
100 Milliliter Sojasauce können etwa 17 Gramm Salz enthalten. Zum Vergleich: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt pro Tag höchstens sechs Gramm Salz. Das entspricht ungefähr einem gestrichenen Teelöffel.
Bei Zöliakie kommt es besonders auf die Kennzeichnung an. Ein als glutenfrei ausgewiesenes Produkt gibt Sicherheit, dass kein Weizen enthalten ist. Vorsicht gilt auch bei Histamin-Unverträglichkeit, weil durch den langen Reifeprozess viel Histamin in Sojasauce enthalten sein kann.
Für den Einkauf gilt damit: Helle Sojasauce ist die mildere Alltagswürze, dunkle Sojasauce bringt mehr Kraft und leichte Süße in Gerichte. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |