So hilft Inklusion in der Ausbildung: Campus Hörakustik ausgezeichnet
- SoVD zeichnet Campus Hörakustik für Inklusion und barrierefreie Ausbildungsbedingungen aus.
- Foto: Bundesinnung der Hörakustiker KdöR, Foto: Lis-Muriel Wegner
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Inklusion in der Ausbildung. Die Auszeichnung des Campus Hörakustik in Lübeck zeigt, woran sich inklusiver Unterricht und barrierefreie Rahmenbedingungen im Berufsalltag konkret erkennen lassen.
Wie die Bundesinnung der Hörakustiker KdöR in einer Mitteilung berichtet, hat der Sozialverband Deutschland (SoVD) Schleswig-Holstein den Campus Hörakustik mit einem Gütesiegel für sein Engagement bei Inklusion ausgezeichnet. Der Campus gilt als bundesweit zentrales Ausbildungszentrum für Hörakustikerinnen und Hörakustiker.
Praktisch relevant ist das vor allem dort, wo in einer Ausbildung viele Menschen zusammenkommen und die Voraussetzungen sehr unterschiedlich sind. Am Campus Hörakustik sind es laut Mitteilung jedes Jahr mehrere tausend Auszubildende aus ganz Deutschland, die dort Teile ihrer dualen Ausbildung absolvieren. Unter einem Dach sind Berufsschule, überbetriebliche Lehrlingsunterweisung, Internat und Fortbildungen gebündelt.
Woran sich gelebte Inklusion in Bildung und Beruf festmachen lässt
In der Mitteilung wird Inklusion als fester Bestandteil des Bildungsauftrags beschrieben, nicht als Zusatzangebot. Für den Ausbildungsalltag bedeutet das vor allem, dass Rahmenbedingungen so geplant werden, dass Teilhabe auch bei Behinderungen oder unterschiedlichem Unterstützungsbedarf möglich bleibt.
Als Punkte, die der SoVD Schleswig-Holstein mit dem Gütesiegel würdigt, werden in der Mitteilung genannt:
- Barrieren abbauen, damit Ausbildung und Alltag am Campus zugänglicher werden.
- Individuelle Unterstützung ermöglichen, wenn Teilnehmende sie benötigen.
- Chancengleichheit praktisch umsetzen, damit ein Berufsabschluss nicht an Rahmenbedingungen scheitert.
Der SoVD Schleswig-Holstein ordnet die Auszeichnung als Anerkennung für Einrichtungen ein, die Inklusion aktiv leben. In der Mitteilung wird außerdem darauf verwiesen, dass am Campus ein fortlaufender Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen verfolgt wird, verbunden mit Maßnahmen zur Inklusion und einer schrittweisen Umsetzung von Barrierefreiheit.
Ein weiterer Aspekt für den Berufsalltag wird über die Rolle des Berufsbilds eingeordnet. Hörakustikerinnen und Hörakustiker begleiten Menschen mit Hörminderungen im Gesundheitsfachberuf durch moderne Hörsysteme, individuelle Beratung und langfristige Betreuung. Ziel ist es, Kommunikationsbarrieren zu verringern und Teilhabe im Alltag zu erleichtern, etwa in Bildung, Beruf, sozialem Austausch und Kultur. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wird diese Aufgabe in der Mitteilung als zunehmend bedeutsam beschrieben.
Unterm Strich macht das Gütesiegel vor allem sichtbar, welche Anforderungen an eine Ausbildung gestellt werden, wenn Teilhabe unabhängig von Einschränkungen mitgedacht wird. (red)
Autor:Thorsten Kornmann aus Karlsruhe |