Smartphone-Entzug bei Kindern: So häufig nutzen Eltern die Maßnahme
- Das Ding ist jetzt erst mal weg! In Familien entbrennt oft erbitterter Streit über die Smartphone-Nutzung des Nachwuchses.
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Smartphone-Entzug bei Kindern. Viele Eltern greifen bei Regelverstößen zum gleichen Mittel. Das Smartphone wird zeitweise eingezogen. Eine Umfrage zeigt, wie verbreitet diese Erziehungsmaßnahme im Familienalltag tatsächlich ist.
Wenn Kinder ungehorsam sind oder Regeln missachten, reagieren viele Eltern mit einem zeitweisen Handyverbot. Laut einer Studie von Bitkom Research aus dem Jahr 2025 nutzt knapp die Hälfte der Eltern diese Form der Strafe zumindest gelegentlich.
Smartphone-Entzug bei Kindern 48 Prozent nutzen die Maßnahme
Für die Untersuchung wurden 1.004 Eltern mit Kindern im Alter von 6 bis 18 Jahren telefonisch befragt. Unter den Eltern, deren Kinder ein Smartphone besitzen oder nutzen dürfen, geben 48 Prozent an, das Gerät gelegentlich oder regelmäßig einzukassieren oder die Nutzung vorübergehend zu verbieten.
Weitere 41 Prozent greifen laut Studie eher selten zu dieser Maßnahme. Sieben Prozent der Eltern geben dagegen an, das Smartphone sogar häufig als Strafe zu entziehen.
Bei jüngeren Kindern kommt das Handyverbot deutlich öfter vor
Besonders häufig wird der Smartphone-Entzug bei jüngeren Kindern eingesetzt. In Familien mit 6- bis 9-Jährigen sprechen 64 Prozent der Eltern zumindest gelegentlich ein Handyverbot aus.
Auch in den folgenden Altersgruppen bleibt die Maßnahme verbreitet:
- 10 bis 12 Jahre. 58 Prozent der Eltern greifen gelegentlich zu einem Smartphone-Verbot.
- 13 bis 15 Jahre. 60 Prozent nutzen diese Konsequenz zumindest manchmal.
Mit zunehmendem Alter der Jugendlichen verliert der Entzug des Smartphones deutlich an Bedeutung. Bei 16- bis 18-Jährigen nutzen nur noch 17 Prozent der Eltern diese Form der Strafe.
Die Ergebnisse der Umfrage zeigen damit vor allem eines. Der Smartphone-Entzug ist in vielen Familien ein gängiges Mittel, wird aber deutlich seltener eingesetzt, je älter Kinder werden. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |