Sicher im Auto bei Gewitter: Was Fahrern jetzt Schutz gibt
- Unwetter im Anmarsch: Nun ist höchste Aufmerksamkeit gefragt.
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Sicher im Auto bei Gewitter. Autofahrer sind bei Blitz und Donner im Wagen meist gut geschützt, wichtiger für den Alltag sind bei Unwetter oft Regen, Aquaplaning und überflutete Straßen. Nach Angaben von ADAC Hessen-Thüringen und dem Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik leitet die Metallkarosserie eines Autos einen Blitzstrom in der Regel nach außen ab.
Ob Elektroauto oder Verbrenner, der Schutz durch den sogenannten Faradayschen Käfig gilt laut VDE grundsätzlich bei beiden Antriebsarten. Entscheidend ist die metallene Hülle. Auch Cabriolets bieten laut ADAC Hessen-Thüringen in der Regel Schutz, wenn das Verdeck geschlossen ist und Metallstreben den Einschlag ableiten.
Metallkarosserie schützt, Kunststoff nicht
Keinen vergleichbaren Schutz bieten Wohnwagen mit einer Hülle hauptsächlich aus glasfaserverstärktem Kunststoff. In Wohnmobilen ist zumindest die Fahrerkabine bei einem Blitzeinschlag geschützt. Nach einem Einschlag rät der ADAC, keine Metallteile zu berühren, die mit der Karosserie verbunden sind. Da moderne Autos innen meist mit Kunststoff verkleidet sind, lässt sich das Fahrzeug aber normalerweise problemlos verlassen.
Möglich sind laut VDE Schäden an Reifen oder Fahrzeugelektronik. Springt der Wagen noch an, funktioniert die Elektronik normal und leuchtet keine Warnanzeige auf, spricht das dafür, dass kein akutes Problem vorliegt.
Bei Starkregen zählt ruhiges und langsames Fahren
Häufiger als ein Blitzeinschlag ist bei Gewitter starker Regen. In Spurrillen kann sich Wasser sammeln, sodass Reifen beim Aquaplaning den Kontakt zur Fahrbahn verlieren. Der ADAC Hessen-Thüringen empfiehlt deshalb, bei starkem Regen möglichst parallel zu den Rillen zu fahren.
Wer ins Schlingern gerät, sollte laut ADAC vom Gas gehen, bei Schaltwagen die Kupplung treten und das Lenkrad möglichst gerade halten. Bei Automatikfahrzeugen gilt, die Fahrstufe beizubehalten und den Fuß behutsam vom Gas zu nehmen, damit keine starke Motorbremse entsteht.
Tiefes Wasser und Sturm erhöhen das Risiko
Steht Wasser auf der Fahrbahn, sollte ein Auto nicht mit Schwung durch tiefe Stellen fahren. Gelangt Spritzwasser in den Ansaugbereich des Motors, kann ein Motorschaden entstehen. Als Faustregel gilt, dass Wasser höchstens bis zur Unterkante der Stoßfänger reichen sollte.
Zieht Sturm auf, hilft ein geringeres Tempo beim Gegenlenken. Besonders auf Brücken und nach dem Überholen großer Fahrzeuge kann Seitenwind stark drücken. Dazu kommen mögliche Hindernisse wie Äste oder umgestürzte Bäume auf der Straße. Im Alltag ist die sicherste Konsequenz deshalb oft, Fahrten bei drohendem Unwetter möglichst zu verschieben. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |