Seriöse Coaches finden: Fünf Checks vor dem Vertrag
- Im Coaching kann man sich beruflich und persönlich weiterentwickeln - vorausgesetzt der Anbieter ist seriös und qualifiziert.
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Seriöse Coaches finden. Wer vor dem Vertrag Qualifikation, Ablauf und Kosten prüft, kann ungeeignete Angebote besser erkennen und sich vor teuren Paketbuchungen schützen.
Life-Coaches unterstützen bei persönlichen Fragen, Business-Coaches bei beruflichen Veränderungen. Im Mittelpunkt sollte Hilfe zur Selbsthilfe stehen, nicht die Vorgabe fertiger Lösungen. Die Berufsbezeichnung „Coach“ ist allerdings nicht geschützt.
Die Zeitschrift „Stiftung Warentest Finanzen“ nennt fünf Merkmale, die bei der Auswahl Orientierung geben. Verbandsmitgliedschaften können ein erster Anhaltspunkt sein, weil Mitglieder häufig bestimmte Anforderungen erfüllen müssen. Die Qualitätsstandards der einzelnen Verbände sind jedoch unterschiedlich.
Qualifikation, Ziel und Kosten gehören ins Erstgespräch
Empfehlungen aus dem Freundes- oder Kollegenkreis können die Suche erleichtern. Auch Datenbanken von Coaching-Verbänden führen zu Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern. Entscheidend bleibt, die Ausbildung des einzelnen Coaches abzufragen.
Als solide Grundlage gilt eine Qualifizierung über mehrere Monate. Ein Studium etwa in Psychologie, Sozial- oder Wirtschaftswissenschaften kann zusätzlich für fachliche Kenntnisse sprechen. Eine TÜV-Zertifizierung allein belegt dagegen weder Seriosität noch fachliche Qualität. Die häufig genannte Norm ISO 9001 bewertet laut TÜV Rheinland das Qualitätsmanagement einer Organisation, nicht die Arbeitsweise eines Coaches.
Ein kostenloses Erstgespräch ist kein Qualitätsnachweis, hilft aber bei der Einschätzung, ob Arbeitsweise und Erwartungen zusammenpassen. Dabei sollten diese Punkte verständlich geklärt werden:
- Dauer und Kosten der Gespräche
- Methode und weiterer Ablauf
- Ziel des Coachings
- Grenzen des Angebots
Coaching ersetzt keine Behandlung bei psychischen Erkrankungen
Seriöse Anbieter benennen, wann Coaching nicht ausreicht. Bei psychischen Erkrankungen sind Psychotherapeutinnen, Psychotherapeuten oder Ärzte die passenden Anlaufstellen.
Kosten, Umfang und Inhalte des Coachings sollten schriftlich vereinbart werden. Ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen besteht in der Regel bei Fernabsatzverträgen oder Verträgen, die außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen werden. Bei einem Vertrag direkt in den Geschäftsräumen gelten andere Regeln.
Druck zu großen Paketen ist ein Warnsignal
Einzelne Termine erlauben es, die Zusammenarbeit zunächst zu prüfen. Drängt ein Coach auf ein umfangreiches Paket oder auf den Verzicht auf ein bestehendes Widerrufsrecht, spricht das gegen einen sorgfältigen Vertragsabschluss.
Bei beruflich veranlasstem Coaching können die Kosten unter Voraussetzungen als Werbungskosten in der Einkommensteuererklärung berücksichtigt werden. Manche Arbeitgeber beteiligen sich zudem über ein Weiterbildungsbudget. Eine nachvollziehbare Qualifikation, klare Vertragsbedingungen und kein Verkaufsdruck sind die wichtigsten Kriterien bei der Coach-Auswahl. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |