Semesterbeiträge steigen in Rheinland-Pfalz zum Wintersemester

Im Wintersemester 2026/27 steigen die Semestergebühren erneut. (Archivbild)  | Foto: Thomas Frey/dpa
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Rheinland-Pfalz. Studierende müssen zum Wintersemester an vielen Hochschulen im Land höhere Semesterbeiträge bezahlen. Ein wesentlicher Grund ist der gestiegene Preis für das Deutschland-Semesterticket.

Das Ticket kostet inzwischen 226,80 Euro pro Semester, nachdem es zuvor bei 208,80 Euro lag. Studierende erhalten es weiter mit einem Rabatt von 40 Prozent gegenüber dem regulären Deutschlandticket. Dessen Preis war zu Jahresbeginn auf 63 Euro monatlich gestiegen.

Seit der Einführung des Deutschland-Semestertickets im Jahr 2024 haben sich die Beiträge an mehreren Hochschulen deutlich erhöht. An der Johannes Gutenberg-Universität Mainz stieg der Gesamtbetrag von 305,55 Euro auf 366,90 Euro. An der Universität Koblenz erhöhte er sich von 238,10 Euro auf 350,30 Euro. An der RPTU Kaiserslautern-Landau werden nun 381,80 Euro statt 300,40 Euro fällig.

Ticket ist nicht der einzige Kostenfaktor

Der Semesterbeitrag enthält neben dem Semesterticket unter anderem Anteile für den Asta und das Studierendenwerk. Dieses finanziert beispielsweise Mensen, Wohnheime und Beratungsangebote.

Zum Wintersemester hebt das Studierendenwerk Koblenz seinen Sozialbeitrag erstmals seit dem Sommersemester 2014 um 15 Euro an. Als Gründe nennt es höhere Personal- und Betriebskosten, etwa für Lebensmittel und Energie. An der RPTU musste auch der Asta seinen Anteil um 20 Euro erhöhen. Dort werden sinkende Studierendenzahlen und die Inflation als Ursachen genannt.

In Mainz fließen die zusätzlichen Kosten nach Angaben des Asta ausschließlich in das Deutschland-Semesterticket. Der Asta selbst profitiere nicht von der Erhöhung.

Studierendenvertretungen fordern politische Unterstützung

Die Studierendenvertretungen in Kaiserslautern und Mainz wünschen sich ein stärker vergünstigtes Ticket für Studierende und Auszubildende. Der Asta der RPTU verweist zudem auf die Zuschüsse für das Essen in Mensen. Diese seien angesichts der allgemeinen Preissteigerungen zu niedrig.

Das Wissenschaftsministerium teilt mit, dass die Essenszuschüsse für Studierendenwerke 2025 und 2026 um 150.000 Euro auf 5,8 Millionen Euro gestiegen seien. Die Landesregierung wolle sich auch künftig für eine weitere Aufstockung einsetzen, damit Kostensteigerungen nicht vollständig bei Studierenden ankommen.

Unterstützung bei finanziellen Engpässen

Wer den Semesterbeitrag kurzfristig nicht aufbringen kann, kann sich an die örtliche Studierendenvertretung wenden. In Mainz gibt es für unverschuldet in Not geratene Studierende Darlehen und Zuschüsse. Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch das Semesterticket erstattet oder bezuschusst werden.

Der Asta der RPTU vermittelt ebenfalls Hilfsangebote und vergibt in Notfällen zinslose Sozialdarlehen. Die Vertretungen betonen jedoch, dass viele finanzielle Probleme vor allem durch steigende Mieten und Lebenshaltungskosten entstehen. [dpa/red]

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dpa content aus Ludwigshafen

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