Selbst kochen spart oft Geld: Fertiggerichte im Preischeck
- Bei einer selbstgemachten Pizza weiß man, was drin und drauf ist.
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Selbst kochen spart oft Geld. Bei Pfannkuchen und Thunfisch-Wraps waren Fertigprodukte im Marktcheck der Verbraucherzentrale Hamburg deutlich teurer als die selbst zubereiteten Varianten. Zeit sparen sie allerdings, denn die meisten getesteten Produkte waren in weniger als 15 Minuten fertig.
Für den Vergleich kauften die Verbraucherschützer bei Edeka, Aldi, Lidl und Penny jeweils die günstigsten vergleichbaren Fertiggerichte und Zutaten für fünf Gerichte. Verglichen wurden Pizza Margherita, Bolognese, Pfannkuchen, Linseneintopf und Wraps mit Thunfisch.
Bei vier von fünf Verkostungen überzeugte die frische Variante geschmacklich mehr. Die drei Testpersonen bewerteten vor allem Konsistenz, Würzung sowie den höheren Anteil an Fleisch und Gemüse positiver.
Pfannkuchen und Wraps kosten fertig deutlich mehr
Besonders groß war der Preisabstand bei zwei Gerichten:
- Pfannkuchen aus einer Backmischung in der Quetsch-Shaker-Flasche kosteten 5,90 Euro pro Kilogramm. Selbst zubereitete Pfannkuchen kamen auf 2,11 Euro pro Kilogramm. Das Fertigprodukt war damit rund 180 Prozent teurer.
- Fertige Thunfisch-Wraps vom Discounter kosteten 10,47 Euro pro Kilogramm. Die Zutaten für selbstgemachte Wraps kosteten 5,43 Euro pro Kilogramm. Das entspricht einem Aufpreis von 93 Prozent für die fertige Variante.
«Fertigprodukte sind keineswegs automatisch die günstige Alternative. Wer wertschätzt, was auf dem Teller landet, kommt beim Selbstkochen in der Regel besser weg», so Frederike Rauer, Referentin für Lebensmittel und Ernährung bei der Verbraucherzentrale Hamburg.
Die günstige Bolognese enthält deutlich weniger Fleisch
Eine Ausnahme bildete die Bolognese. Die Fertigsauce kostete 3,45 Euro pro Kilogramm, die selbst gekochte Variante 8,09 Euro. Nach Einschätzung der Verbraucherzentrale lag der Abstand vor allem am Fleischanteil: Im Fertigglas steckte rund 66 Prozent weniger Fleisch als in der frisch zubereiteten Sauce.
Beim Linseneintopf und bei Pizza Margherita waren die Preise dagegen ähnlich. Der selbstgemachte Linseneintopf kostete 3,05 Euro pro Kilogramm, die Dosenvariante 3,38 Euro. Die frische Pizza lag bei 3,59 Euro pro Kilogramm, die Tiefkühlpizza bei 3,32 Euro.
Mehr Gemüse und weniger Zusätze sprechen für frisch
Beim Linseneintopf bestand die selbst gekochte Version zu knapp 90 Prozent aus Gemüse. Beim Dosenprodukt waren es laut Zutatenliste 48,4 Prozent. Teilweise enthielten die getesteten Fertigprodukte zudem zugesetzten Zucker. Die Verbraucherzentrale verweist außerdem auf den Vorteil, dass sich Salz, Zucker sowie Geschmacks- und Konservierungsstoffe beim Selberkochen leichter begrenzen lassen.
Unterm Strich zeigt der Marktcheck: Fertiggerichte sind vor allem eine Zeitersparnis, während Selbstkochen bei mehreren Gerichten preislich und bei den Zutaten vorteilhafter ausfiel. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |