Schutz bei Tornado-Gefahr: Sichere Orte bei Gewitter

Unberechenbare Naturgewalt: Tornados entstehen meist im Zusammenhang mit Gewittern und sind schwer vorherzusagen  | Foto: dpa
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Tornado-Gefahr erkennen. Bei starken Gewittern können sich auch in Deutschland kurzzeitig Tornados bilden. Wer Warnzeichen kennt und weiß, wo Schutz möglich ist, kann das Risiko durch umherfliegende Trümmer deutlich verringern.

Tornados gelten hierzulande als selten und meist kleinräumig. Trotzdem können sie innerhalb weniger Minuten Dächer abdecken, Bäume entwurzeln oder Fahrzeuge beschädigen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) weist darauf hin, dass bei einzelnen kräftigen Gewittern Orkanböen bis 120 km/h und auch kurzlebige Tornados auftreten können.

Ein Tornado entsteht meist in Verbindung mit Gewittern. Treffen feuchtwarme Luft und trockene Kaltluft aufeinander, bilden sich starke Gewitterwolken. Wird die aufsteigende Luft zusätzlich durch starke Winde in Rotation versetzt, kann ein rotierender Wolkenschlauch entstehen. Reicht dieser Trichter bis zum Boden, spricht man von einem Tornado. Am Himmel wirkt das wie ein großer, sich drehender Rüssel aus der Wolke.

Warnungen beobachten statt Tornados selbst einschätzen

Tornados lassen sich nur schwer exakt vorhersagen. Meteorologen können meist nur ein erhöhtes Risiko erkennen. Da sich die Wirbel sehr schnell bilden, ist eine eigene Einschätzung für Laien schwierig.

Behörden empfehlen deshalb, amtliche Unwetterwarnungen regelmäßig zu verfolgen. Informationen liefern etwa:

  • die Warnwetter-App des Deutschen Wetterdienstes
  • die Warn-App NINA des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

Solche Apps informieren frühzeitig über schwere Gewitter, Sturm oder mögliche Tornado-Lagen.

Gebäude bieten den besten Schutz

Bei Unwetter gilt grundsätzlich, möglichst in geschlossenen Gebäuden zu bleiben. Innerhalb des Hauses gelten laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe besonders geschützte Bereiche als sinnvoll:

  • innen liegende Räume im Erdgeschoss
  •  möglichst fensterlose Räume
  • Keller oder stabile Untergeschosse

Der Deutsche Wetterdienst rät zusätzlich: «Weg von Fenstern!» Glasscheiben können bei starkem Wind brechen, außerdem können herumfliegende Gegenstände durch Öffnungen ins Gebäude gelangen.

Im Freien schnell Abstand gewinnen

Wer draußen eine sogenannte Trichterwolke oder eine deutlich rotierende Windhose sieht, sollte Abstand halten und möglichst schnell ein festes Gebäude aufsuchen. Zeit für Fotos oder Videos kann in solchen Situationen wertvoll sein.

Ist kein Gebäude erreichbar, gilt eine ähnliche Schutzregel wie bei Gewittern. Schutz kann eine Mulde im Gelände bieten. Dort flach auf den Boden legen und Kopf sowie Nacken schützen.

Autos bieten zwar Schutz vor Blitzeinschlägen. Bei Tornados können Fahrzeuge jedoch umgeworfen oder von Trümmern getroffen werden. Daher gelten sie in dieser Situation nicht als sicherer Zufluchtsort.

Entscheidend bleibt bei schweren Gewittern vor allem eines. Frühzeitige Warnungen beachten und möglichst schnell geschützte Räume aufsuchen. dpa/red

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Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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