Schnarchen lindern: Nasenpflaster helfen nur bei einem Grund
- Nasenpflaster werden quer über den Nasenrücken geklebt und können die Nasenflügel sanft anheben, um die Atmung zu erleichtern.
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Nasenpflaster gegen Schnarchen. Nasenpflaster können Schnarchen nur dann lindern, wenn eine verengte oder verstopfte Nase der Auslöser ist. Liegt die Ursache im Rachenraum, bleibt ein Pflaster auf der Nase meist wirkungslos.
Für Betroffene ist der Reiz trotzdem groß: Die Streifen sind frei verkäuflich, schnell aufgeklebt und gelten als risikoarm. Nach Angaben des Portals „Das HNO Wartezimmer“ des Deutschen Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohrenärzte treten allenfalls selten Hautreizungen an der Klebestelle auf. Bei verstopfter Nase durch Erkältung, Allergie oder eine leicht schiefe Nasenscheidewand kann ein Versuch deshalb naheliegen.
Nasenpflaster helfen nur bei verengter Nase
Die Pflaster heben die Nasenflügel leicht an. Dadurch kann die Luft in der Nase etwas besser strömen, wenn dort tatsächlich eine Engstelle besteht. Als Wundermittel gelten die Streifen aber nicht, denn bei den meisten Ursachen von Schnarchen bewirken sie nach Einschätzung der HNO-Experten nichts.
Auch die Datenlage bleibt zurückhaltend. Eindeutig wissenschaftlich belegt ist die Wirkung gegen Schnarchen bislang nicht. Ebenso wenig ist nachgewiesen, dass Nasenpflaster beim Sport für mehr Sauerstoff sorgen. Häufig entsteht Schnarchen nach Angaben des HNO-Portals im Rachenraum. Dann verändert ein Nasenpflaster die eigentliche Ursache nicht.
Bei Atemaussetzern ist Abklärung wichtig
Wenn es sich um eine Schlafapnoe mit Atemaussetzern handelt, ist eine Behandlung notwendig. In solchen Fällen kann eine HNO-ärztliche Abklärung einordnen, ob und wie sich das Schnarchen behandeln lässt. Das gilt besonders, wenn Atempausen beobachtet werden oder der Schlaf trotz ausreichender Dauer nicht erholsam ist.
Diese Maßnahmen können Schnarchen im Alltag mildern
- Seitenlage statt Rückenlage kann helfen. Ein kleines Kissen oder ein Stück Schaumstoff am Rücken kann verhindern, dass Schlafende wieder auf den Rücken rollen.
- Eine erhöhte Lage mit dicken Kopfkissen oder einem Schaumstoffkeil kann die Atmung erleichtern.
- Frische Raumluft unterstützt das Schlafklima. Zugluft gilt als ungünstig. Die ideale Temperatur im Schlafzimmer liegt bei 14 bis 18 Grad.
- Spätes, schweres und sehr eiweißhaltiges Abendessen kann Schnarchen begünstigen. Alkohol möglichst ab drei Stunden vor dem Schlafengehen wegzulassen, kann die Nächte ruhiger machen.
- Beruhigungs- und Schlafmittel können Schnarchen verstärken und sollten nur nach medizinischer Einordnung eingenommen werden.
- Bei Übergewicht kann schon eine Gewichtsabnahme spürbar helfen. Jedes Pfund weniger kann etwas bewirken.
Praktisch bedeutet das: Nasenpflaster sind vor allem einen Versuch wert, wenn die Nase verstopft oder verengt ist. Bei dauerhaftem, lautem Schnarchen oder Atemaussetzern reicht der Klebestreifen nicht als Lösung. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |