Saugroboter sicher nutzen: Diese Einstellungen schützen Daten
- Teil der Familie: Viele Besitzer geben ihren automatischen Helfern einen Namen. Die Geräte sind aber häufig noch anderweitig vernetzt.
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Saugroboter sicher nutzen. Ein separates WLAN-Gastnetz, passende Datenschutzoptionen und regelmäßige Updates können helfen, die Daten eines vernetzten Haushaltshelfers besser zu schützen. Wer vor dem Kauf auf die Update-Dauer und die App-Berechtigungen achtet, kann die Nutzung im Alltag besser einschätzen.
Staubsaugen, Fenster putzen oder Rasen mähen übernehmen in vielen Haushalten inzwischen Roboter. Dass die Geräte nicht nur als Technik wahrgenommen werden, zeigt eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research.
Ein Drittel gibt dem Haushaltsroboter einen Namen
33 Prozent der Besitzer von Staubsauger-, Fensterputz- oder Rasenmährobotern haben ihrem Gerät einen Namen gegeben, etwa Staubi, Saugi, Grasi, Robbi oder Schleicher. 37 Prozent haben nach eigenen Angaben schon einmal mit ihrem Roboter geschimpft. 36 Prozent bedanken sich manchmal bei dem Gerät.
Vor der Anschaffung spielt neben der gewünschten Funktion auch die Sicherheit eine Rolle. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, kurz BSI, rät dazu, die Vernetzung und den Umgang mit Daten schon beim Vergleich verschiedener Modelle zu berücksichtigen.
Update-Dauer und App-Rechte sind wichtige Kaufkriterien
Diese Punkte können laut BSI bei der Auswahl eines Haushaltsroboters Orientierung geben:
- Wie lange der Hersteller Softwareupdates bereitstellt.
- Ob für Einrichtung und Steuerung eine Smartphone-App oder weitere Komponenten nötig sind.
- Welche Zugriffsrechte die App verlangt und auf welche Rechte bei ihrer Nutzung verzichtet wird.
- Welche Daten die App sammelt, welche Informationen daraus abgeleitet werden und ob Daten weitergegeben werden.
- Wo Daten gespeichert und verarbeitet werden, besonders bei einer Cloud-Speicherung.
- Ob der Roboter auch ohne Internetverbindung funktioniert und welche Komfort- oder Funktionseinbußen dann möglich sind.
Vernetzte Saugroboter können je nach Ausstattung Räume dreidimensional kartieren sowie Kamera- und Mikrofondaten verarbeiten. Dadurch können Daten unter Umständen unbeabsichtigt übertragen werden. Wird ein Gerät von außen kompromittiert, ist auch eine Fremdsteuerung möglich.
Gastnetzwerk trennt den Roboter vom übrigen Heimnetz
Für die Einrichtung und Nutzung nennt das BSI mehrere Schutzmaßnahmen:
- Ein WLAN-Gastnetzwerk kann den Haushaltsroboter vom übrigen Heimnetz trennen, wenn eine Internetverbindung benötigt wird.
- Datenschutzeinstellungen lassen sich, soweit verfügbar, an die gewünschte Nutzung anpassen.
- Bei längerer Abwesenheit oder Nichtnutzung kann das Ausschalten und Trennen vom Netz die Verbindung unterbrechen.
- Für die zugehörige App gelten sichere, individuelle Passwörter als wichtiger Schutz.
- App, Smartphone oder Tablet sollten durch Updates aktuell bleiben.
Ein Haushaltsroboter darf einen Namen tragen, bei vernetzten Modellen entscheiden aber vor allem Update-Versorgung, App-Rechte und die gewählte Netzwerkeinrichtung über einen datensparsamen Alltag. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |