Rollator sicher nutzen: Vier Tipps gegen Stürze im Alltag

So geht's richtig: Die Füße befinden sich zwischen den Hinterrädern. Heißt: man geht nicht hinter, sondern im Rollator sicher.  | Foto: dpa
  • So geht's richtig: Die Füße befinden sich zwischen den Hinterrädern. Heißt: man geht nicht hinter, sondern im Rollator sicher.
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Rollator sicher nutzen. Ein Rollator kann Wege im Alltag stabiler machen und Stürze vermeiden, wenn die Gehhilfe richtig eingestellt und genutzt wird. Fachstellen wie das "Zentrum für Qualität in der Pflege" verweisen auf einfache Maßnahmen, die zu Hause und unterwegs Sicherheit bringen.

Gerade in Wohnungen oder Häusern entscheidet die Vorbereitung darüber, ob der Rollator unterstützt oder zur Stolperfalle wird. Bleiben Räder an Kanten hängen oder ist der Bewegungsraum zu eng, steigt das Sturzrisiko deutlich.

Wohnung und Haus rollatortauglich vorbereiten

Damit sich der Rollator sicher bewegen lässt, empfiehlt das ZQP einige grundlegende Anpassungen. Dazu zählen festgeklebte Teppichkanten, das Entfernen dicker Teppiche, kleine Rampen an Türschwellen sowie das Umstellen von Möbeln, um mehr Platz zu schaffen.

Richtige Einstellung entscheidet über die Stabilität

«Wichtig ist, dass ein Rollator den eigenen Bedürfnissen und konkreten Einsatzbedingungen möglichst gut entspricht», sagt Daniela Sulmann, Pflegeexpertin des ZQP. Nach der Auswahl im Sanitätsfachhandel sollten Griffhöhe und Bremsen vor Ort angepasst werden. Beides beeinflusst, wie sicher das Gehen und Stehen gelingt.

Aufrechte Haltung und Bremsen im Blick behalten

Für einen stabilen Gang rät das ZQP zu einer möglichst aufrechten Haltung. Die Füße befinden sich idealerweise zwischen den Hinterrädern, also im Rollator und nicht dahinter. Das gilt auch auf Steigungen oder Gefällen. Bergab bleibt die Hand stets bremsbereit. Beim Hinsetzen empfiehlt die Aktion "Das Sichere Haus", die Bremsen immer festzustellen. Zusätzliche Stabilität entsteht, wenn die Vorderräder an einer Wand anliegen.

Kritische Situationen gezielt trainieren

Bordsteine, Bus- und Bahneinstiege, rückwärtses Gehen oder enge Türen lassen sich üben. Spezielle Rollatortrainings werden unter anderem von Kliniken, Physio- oder Ergotherapiepraxen, Verkehrsbetrieben, der Polizei oder der Deutschen Verkehrswacht angeboten.

Warum ein Rollator nicht immer die richtige Lösung ist

Das ZQP rät, die Entscheidung für einen Rollator vorab mit Hausarzt, Orthopädin oder Physiotherapie abzuklären. Wer die Gehhilfe über längere Zeit nutzt, ohne sie zu benötigen, kann Gleichgewicht und Gehfähigkeit verlieren. Unterm Strich erhöht ein Rollator die Sicherheit im Alltag dann, wenn Umgebung, Einstellung und Nutzung zusammenpassen. dpa/red

Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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