Rollator richtig nutzen: So sinkt das Sturzrisiko im Alltag
- Sicher mit dem Rollator unterwegs sein gelingt besser, wenn Griffhöhe und Bremsen passen und typische Bewegungen wie Drehen oder Hinsetzen geübt sind.
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Rollator richtig nutzen. Mehr Sicherheit beim Gehen entsteht vor allem dann, wenn der Rollator passend ausgewählt, korrekt eingestellt und die wichtigsten Bewegungsabläufe geübt sind.
Im Alltag geht es oft um kurze Wege mit vielen Unterbrechungen. Von der Wohnungstür bis zum Briefkasten, durch enge Flure, über Bordsteinkanten oder in den Bus. Ein Rollator kann dabei Stabilität geben und Selbstständigkeit erhalten. Bei ungeeigneten Einstellungen oder unsicherer Technik kann sich das Sturzrisiko aber erhöhen.
Genau hier setzt der Ratgeber der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) an. Er bündelt Expertentipps dazu, für wen ein Rollator sinnvoll ist, worauf es bei der Auswahl ankommt und wie typische Alltagssituationen mit der Gehhilfe sicherer gelingen.
Auswahl und Einstellung: Passform ist wichtiger als Extras
Entscheidend ist, dass ein Rollator zu den eigenen Bedürfnissen und Einsatzbedingungen passt. Das ZQP empfiehlt dafür fachliche Beratung und das Ausprobieren mehrerer Modelle, zum Beispiel im Sanitätsfachgeschäft. Wichtig ist außerdem eine Einführung in die Handhabung direkt beim Kauf.
Eine passende Einstellung betrifft unter anderem diese Punkte:
- Griffhöhe so einstellen lassen, dass eine stabile, aufrechte Haltung möglich ist.
- Bremsen prüfen und erklären lassen, inklusive Feststellfunktion zum sicheren Hinsetzen und Aufstehen.
- Reifen passend zum Einsatz wählen und den Luftdruck im Blick behalten, wenn Luftreifen genutzt werden.
Auch Zubehör kann nützlich sein, wenn es den Alltag wirklich erleichtert. Der ZQP-Ratgeber stellt praxisnahes Zubehör vor, ohne es als notwendig darzustellen.
Sichere Technik im Alltag: Gehen, Drehen, Aufstehen üben
Sicherheit entsteht nicht nur durch das Gerät, sondern durch Routine. Laut ZQP hilft es, die richtige Technik gezielt zu kennen und einzuüben, zum Beispiel für:
- Gehen mit stabiler Körperhaltung.
- Drehen auf engem Raum.
- Aufstehen und Hinsetzen, idealerweise mit angezogenen Bremsen.
- Überwinden von Hindernissen wie Türschwellen und Bordsteinkanten, Schritt für Schritt.
Für viele ist ein professionell angeleitetes Rollator-Training eine praktische Abkürzung zu mehr Sicherheit, etwa in Kliniken, bei der Physiotherapie oder bei der Deutschen Verkehrswacht.
Wohnung und Wege: Stolperfallen reduzieren, Tempo anpassen
In der Wohnung können Teppiche und Möbel den Gebrauch erschweren und zu Stolperfallen werden. Im ZQP-Ratgeber wird deshalb empfohlen, die Umgebung möglichst rollatorgerecht zu gestalten, zum Beispiel durch festgeklebte Teppichkanten oder umgestellte Möbel. Unterstützung ist unter anderem über Pflegestützpunkte und Wohnberatungsstellen möglich.
Draußen hilft eine pragmatische Planung. Feste Schuhe, genügend Zeit und eher ebene, gut befahrbare und beleuchtete Wege senken typische Alltagsrisiken. Besonders herausfordernd kann die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel sein, vor allem Busfahrten. Dafür nennt das ZQP Grundregeln, die zur eigenen Sicherheit beitragen können.
Ein weiterer Sicherheitsfaktor ist Wartung. Regelmäßig sollten die Bremsen überprüft und ihre Auflageflächen gereinigt werden. Außerdem kann es sinnvoll sein, den Luftdruck der Reifen zu kontrollieren und Schrauben von Zeit zu Zeit nachzuziehen. Wartung und Checks sind zum Beispiel im Sanitätsfachgeschäft möglich.
Am Ende gilt: Ein Rollator ist hilfreich, wenn er wirklich gebraucht wird und gut passt. Eine längerfristig unnötige Nutzung kann die Gehfähigkeit eher schwächen. Daher ist vor der Entscheidung eine professionelle Einordnung sinnvoll, etwa durch Hausarzt, Orthopädie oder Physiotherapie.
Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.
Autor:Thorsten Kornmann aus Karlsruhe |