Risiko auf Superinfektion: Pneumokokken können im Krankenhaus enden
- Eine Impfung gegen Pneumokokken kann vor langfristigen Folgen für die Gesundheit schützen
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Gesundheit. Sie sind gerade erst von der Grippe erwischt worden – oder im Umfeld hustet und fiebert es überall. Und dann kommt noch etwas dazu: Nach einer Influenza ist die Lunge oft geschwächt, das Immunsystem arbeitet am Limit. Genau dann können Pneumokokken (Bakterien) besonders gefährlich werden – bis hin zu einer schweren Lungenentzündung, Blutvergiftung oder Hirnhautentzündung.
Die aktuellen Grippe-Zahlen sind hoch, meldet das Robert Koch-Institut. Und im gleichen Zeitraum wurden auch viele schwere Pneumokokken-Infektionen registriert. Das Risiko steigt vor allem dann, wenn zur Virusinfektion (Grippe) eine bakterielle Infektion dazukommt – Ärztinnen und Ärzte sprechen von Koinfektion oder Superinfektion. Studien deuten darauf hin, dass schwere Verläufe und Todesfälle im Zusammenhang mit Grippe häufig durch zusätzliche bakterielle Lungenentzündungen mitverursacht werden.
Impfstatus prüfen und Impftermin vereinbaren
Wenn Sie 60 Jahre oder älter sind, lohnt sich jetzt ein kurzer, konkreter Check: Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt für alle ab 60 Jahren eine Pneumokokken-Impfung als Standard. Auch wer 18 Jahre oder älter ist und bestimmte Grunderkrankungen hat, gehört zur Risikogruppe – zum Beispiel bei chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), Asthma, Diabetes oder Immunschwäche. In bestimmten Berufen (etwa beim Schweißen und Trennen von Metallen mit Metallrauch-Exposition) kann die Impfung ebenfalls empfohlen sein.
Wichtig: Die Pneumokokken-Impfung ist nicht „nur etwas für den Herbst“. Sie kann laut Stiko grundsätzlich zu jedem Zeitpunkt im Jahr erfolgen – unabhängig von der Saison. Wer also gerade jetzt überlegt, ob das noch Sinn ergibt: Ja, die Impfung kann auch mitten in der Infektwelle ein Thema sein.
Was viele unterschätzen: Selbst wenn eine Lungenentzündung überstanden ist, kann sie langfristig nachwirken – besonders bei älteren Menschen. Nach schweren Verläufen fühlen sich Betroffene teils dauerhaft weniger belastbar. Dinge wie Treppensteigen, Einkaufen oder Gartenarbeit können danach deutlich schwerer fallen.
Wenn Sie früher schon einmal gegen Pneumokokken geimpft wurden (zum Beispiel vor oder während der Corona-Zeit), gilt: Sprechen Sie in der Hausarztpraxis an, ob Ihr Schutz noch aktuell ist oder ob eine Auffrischung beziehungsweise eine Anpassung sinnvoll ist. Welche Impfung in Ihrem Fall empfohlen wird, hängt unter anderem von Alter, Vorerkrankungen und bisheriger Impfhistorie ab.
Wenn Sie unsicher sind, ob Sie zur Risikogruppe gehören: Nehmen Sie Ihren Impfausweis zum nächsten Termin mit. Oft lässt sich in wenigen Minuten klären, ob Handlungsbedarf besteht.
Hintergrund: Die Informationen stammen aus einer aktuellen Mitteilung der Pfizer Pharma GmbH, die auf Daten und Empfehlungen unter anderem des Robert Koch-Instituts und der Stiko verweist.
Autor:Laura Lüttmann aus Neustadt/Weinstraße |
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