Rheinland-Pfalz: Immer mehr Betrug bei Führerscheinprüfungen
- Im vergangenen Jahr wurden in Rheinland-Pfalz 159 Betrugsversuche bei der theoretischen Führerscheinprüfung aufgedeckt. (Symbolbild)
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Rheinland Pfalz. Bei den theoretischen Führerscheinprüfungen werden in Rheinland-Pfalz deutlich mehr Betrugsversuche entdeckt. 2024 waren es noch 123 Fälle, 2025 wurden 159 Täuschungen registriert. Das zeigen aktuelle Zahlen des Tüv Verbands.
Deutschlandweit zählten die Prüfer 4239 Betrugsfälle. Laut Tüv Verband bleibt das Niveau damit hoch. „Die aktuellen Zahlen zeigen, dass sich der Prüfungsbetrug nach einem starken Anstieg in den Vorjahren auf einem hohen Niveau stabilisiert“, sagte Expertin Fani Zaneta. Gleichzeitig dürfte es eine große Dunkelziffer geben. Denn nur ein Teil der Täuschungsversuche werde überhaupt entdeckt.
Hightech und Stellvertreter bei Prüfungen
Auffällig ist der zunehmende Einsatz technischer Hilfsmittel. In 36 Prozent der Fälle in Deutschland nutzten Prüflinge laut Verband versteckte Technik. Dazu zählen Mini Kameras oder kaum sichtbare Ohrhörer.
Auch klassische Methoden kommen weiterhin vor. Teilweise erscheinen sogenannte Doppelgänger zur Prüfung. Diese Stellvertreter geben sich als Fahrschüler aus und legen die Theorieprüfung anstelle der eigentlichen Person ab.
Viele Betrugsversuche organisiert
Nach Einschätzung des Tüv Verbands sind viele Täuschungen inzwischen professionell vorbereitet. Mehr als jeder zweite Betrugsversuch gilt als organisiert.
Typisch ist ein Zusammenspiel mehrerer Beteiligter:
- Technische Helfer übermitteln Lösungen aus der Ferne
- Komplizen geben sich als Prüflinge aus
- Technik wird versteckt in Kleidung oder Brillen eingebaut
Für solche Methoden sei spezielles technisches Wissen nötig. Die Prüforganisationen versuchen deshalb ihre Kontrollen ständig anzupassen und Betrugsversuche schneller zu erkennen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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