Rheinland-Pfalz: 3703 Absagen an Gesamtschulen erhöhen den Druck
- An den IGS werden nach Ansicht der Grünen zu viele Schüler abgelehnt. (Symbolbild)
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Rheinland-Pfalz. Viele Familien bekommen zum neuen Schuljahr in Rheinland-Pfalz keinen Platz an der gewünschten Integrierten Gesamtschule. Die Grünen im Landtag sehen darin den Elternwillen bei der Schulwahl eingeschränkt.
Nach Angaben der bildungspolitischen Sprecherin Katharina Binz wurden 3.703 Anmeldungen an Integrierten Gesamtschulen abgelehnt. Dem stehen 6.168 erfolgreiche Anmeldungen gegenüber. Binz nannte diese Zahl ein Warnsignal und erklärte, das Angebot an IGS werde der Nachfrage nach gemeinsamem Lernen vielerorts nicht gerecht.
Debatte um mehr Plätze an Integrierten Gesamtschulen
Binz verwies auf die Antwort von Bildungsministerin Ute Eiling-Hütig auf eine parlamentarische Anfrage. Darin heiße es, Integrierte Gesamtschulen seien aus pädagogischen Gründen in ihrer Zügigkeit begrenzt. Zugleich sei im Koalitionsvertrag vereinbart, die Sechszügigkeit von Integrierten Gesamtschulen zu ermöglichen. Die Grünen fragen deshalb, wie die weitere Entwicklung der Schulform aussehen soll.
So verteilen sich die Anmeldungen zum Schuljahr 2026/2027
Für die Klassenstufe 5 sind an den Gymnasien 17.538 Kinder angemeldet. Im vorherigen Schuljahr waren es 17.211. An den Realschulen starten 15.844 Fünftklässler nach 13.605 im Vorjahr. An den Integrierten Gesamtschulen beginnen 6.168 Mädchen und Jungen nach 6.337 im Vorjahr.
Noch offen ist, wie viele Kinder von der Grundschule auf eine Förderschule wechseln. Im vergangenen Schuljahr waren es 314 Schülerinnen und Schüler. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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