Reis richtig kochen: Stiftung Warentest warnt vor Belastung mit Arsen
- Metalle, Schimmelpilze, Pestizide: Nur jede zehnte Reispackung befand die Stiftung Warentest für «gut».
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Reis richtig kochen. In vielen Reisprodukten steckt Arsen. Der Stoff lässt sich nicht komplett vermeiden, kann beim Kochen aber deutlich reduziert werden. Darauf weist eine Untersuchung der Stiftung Warentest hin.
Getestet wurden 40 Produkte. Darunter Basmati, Jasmin, Parboiled, Vollkorn- und Rundkornreis. In allen Proben fand sich Arsen. Das Halbmetall gelangt über Böden und Wasser im Anbaugebiet in die Pflanzen und wird wegen seiner giftigen Eigenschaften häufig den Schwermetallen zugeordnet.
Auch Kadmium tauchte vereinzelt auf. Die offiziellen Grenzwerte überschritt im Test zwar kein Produkt. Dennoch zeigte der Vergleich deutliche Unterschiede bei Metallen, Schimmelpilzen und Pestiziden.
Nur wenige Produkte schneiden wirklich gut ab
Das Ergebnis der Untersuchung fällt insgesamt durchwachsen aus. Lediglich rund jede zehnte Reispackung erreicht im Test die Note „Gut“. Acht Produkte landen wegen höherer Schadstoffwerte nur bei „ausreichend“. Drei davon tragen sogar ein Bio-Siegel. Der Großteil liegt mit „befriedigend“ im Mittelfeld.
Zu den bestbewerteten Produkten gehören:
- „K-Classic Langkorn Parboiled Reis“ von Kaufland mit der Note 2,3
- „Vollkorn Bio Jasmin Reis“ von Reishunger mit der Note 2,3
- „Pure Original Basmati“ von Tilda mit der Note 2,4
- „Basmati“ von Akash mit der Note 2,5
Mit dieser Kochmethode sinkt der Arsengehalt deutlich
Arsen lässt sich im Reis zwar nicht vollständig vermeiden. Die Zubereitung beeinflusst jedoch, wie viel davon im fertigen Gericht landet.
Zunächst wird empfohlen, rohen Reis gründlich zu waschen. Die Körner sollten so lange gespült werden, bis das Wasser klar bleibt.
Zusätzlich kann eine Kochmethode mit viel Wasser den Gehalt weiter senken:
- Reis zunächst fünf Minuten in der vierfachen Menge Wasser kochen.
- Das Wasser anschließend abgießen und frisches Wasser hinzufügen. Nun etwa die zweifache Menge.
- Danach weitergaren, bis der Reis das Wasser vollständig aufgenommen hat.
Nach Angaben der Stiftung Warentest zeigt eine Studie, dass diese Methode den Arsengehalt deutlich reduziert. Bei Vollkornreis sinkt er um etwa 54 Prozent. Bei weißem Reis sogar um rund 73 Prozent.
Basmatireis schneidet insgesamt etwas besser ab
Im Vergleich der Sorten weist Basmatireis im Durchschnitt geringere Belastungen auf als andere Varianten. Trotzdem bleibt Reis ein Lebensmittel, das laut Experten besser nicht täglich auf dem Speiseplan stehen sollte.
Die Stiftung Warentest empfiehlt daher, Reis eher ein- bis zweimal pro Woche zu essen und häufiger auf heimische Beilagen wie Dinkel oder Grünkern auszuweichen. Diese verursachen zudem einen deutlich geringeren CO2-Fußabdruck als importierter Reis. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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