Powernap beim Autofahren: 10 bis 20 Minuten helfen am meisten
- Powernap auf dem Rastplatz: Der Kurzschlaf sollte nicht länger als etwa 10 bis 20 Minuten dauern.
- Foto: dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Powernap beim Autofahren. Ein kurzer Schlaf von 10 bis 20 Minuten kann bei Müdigkeit auf langen Fahrten am ehesten dabei helfen, die Aufmerksamkeit wieder zu verbessern. Wer am Steuer brennende Augenlider bemerkt, friert oder auffällig oft blinzelt, sollte diese Warnzeichen ernst nehmen, weil Müdigkeit die Fahrtüchtigkeit laut TÜV Süd ähnlich stark einschränken kann wie Alkohol.
Die Folgen reichen von Konzentrationsproblemen bis zu deutlich längeren Reaktionszeiten. Dazu kommt das Risiko, die eigene Leistungsfähigkeit zu überschätzen. Besonders kritisch sind schon wenige Sekunden mit geschlossenen Augen. Wer bei Tempo 100 nur drei Sekunden die Augen schließt, legt mehr als 80 Meter ohne Sicht zurück.
Kurz schlafen wirkt besser als langes Dösen
Um Sekundenschlaf vorzubeugen, hilft vor allem ein ausgeschlafener Start und regelmäßige Pausen auf längeren Strecken. Schon bei ersten Müdigkeitszeichen ist der nächste Parkplatz die sinnvollste Unterbrechung.
Der Kurzschlaf muss dabei nicht lang sein. Nach Angaben des TÜV Süd reichen meist etwa 10 bis 20 Minuten. Längere Nickerchen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, in tiefere Schlafphasen zu geraten. Wer daraus wieder aufwachen und direkt weiterfahren muss, fühlt sich oft benommen oder sogar müder als zuvor.
Kaffee kann den Effekt ergänzen
Eine Tasse Kaffee vor dem Powernap kann den Erfrischungseffekt verstärken. Der Grund ist der zeitversetzte Wirkungseintritt von Koffein, der laut TÜV Süd erst nach rund 30 Minuten einsetzt. Beim Einschlafen stört das meist nicht, wenn der Kurzschlaf ohnehin vorher endet.
Kaffee ersetzt Schlaf aber nicht. Zusätzlich spielt die innere Uhr eine Rolle. Biologisch liegen typische Müdigkeitstiefs oft zwischen 2 Uhr und 5 Uhr morgens sowie noch einmal am Nachmittag gegen 14 Uhr.
Für längere Autofahrten heißt das vor allem, Müdigkeit nicht wegzudrücken, sondern Pausen und kurze Schlafzeiten realistisch einzuplanen. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |